Schöner Wohnen für Azubis

Wohnungen für Auszubildende am Innsbrucker Ring in Berg am Laim

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Einen Schlüssel aus Pappe mit der Aufschrift „Live&Learn“ übergab Alexander Dietrich, Personal- und Organisationsreferent der Landeshauptstadt München, an Auszubildene, die das Azubi-Wohnheim am Innsbrucker Ring in Berg am Laim beziehen.

Eine Wohnung mit guter Anbindung ist gerade für Auszubildende in der Landeshauptstadt München nicht mehr bezahlbar. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf eigenen Wohnraum für Mitarbeiter. Die Stadt zeigt mit einem Pilotprojekt, dass auch Auszubildenden etwas geboten werden kann.

Als Auszubildender hat man es in München nicht unbedingt leicht. Die Mieten in der Landeshauptstadt sind so hoch, dass sich selbst Personen, die Vollzeit arbeiten, kaum noch Wohnungen leisten können. Das Wohnheim für Auszubildende am Innsbrucker Ring, eine Zusammenarbeit der Stadt München und der Gewofag, ist ein Pilotprojekt, um bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen zu schaffen.

Am Innsbrucker Ring 42 ist alles ganz neu: Der Fußboden qietscht, das Gras auf der Terasse im Innenhof ist weich wie ein Teppich. Beim Konzept „Live&Learn“ (auf deutsch: Leben und Lernen) soll das Leben nicht zu kurz kommen. Gemeinschaftsräume bringen die Mieter auch abseits ihrer Wohngemeinschaften zusammen. Mit Kicker, Couch, Snacks und schöner Aussicht lässt sich ein Arbeits- oder Schultag angenehm ausklingen. An der Eingangstür ist vermerkt, wer in welchem Appartment wohnt. Ein Drittel der Auszubildenen, die das Gebäude beziehen, machen ihre Ausbildung bei der Stadt, ein weiteres Drittel arbeitet für Unternehmen, die sich im Vorfeld für die Wohnungen entschieden haben. Für die anderen Wohnungen konnten sich Auszubildende frei bewerben, für eine Zusage muss der ausbildende Betrieb jedoch zustimmen, denn er muss einen Teil der Mietkosten tragen. Die Auszubildenen selbst sollen auf eine maximale Miete in Höhe von 375 Euro kommen.

In den 23 Wohneinheiten können 41 Personen unterkommen. Es gibt 15 Doppelapartments, sieben Einzelapartments und eine Wohngemeinschaft für vier Auszubildende. Das Wohnen in der WG kostet 288 Euro warm, für etwa 310 Euro kann das Doppelapartment gemietet werden. Wer lieber alleine wohnen möchte, zahlt zwischen 328 bis 490 Euro. Dafür bekommen die Mieter vollmöbilierte Zimmer mit Bad und Küchenzeile.

Eine pädagogische Begleitung des Kolping-Bildungswerks steht den jungen Mietern bei Fragen und Problemen zur Seite. Sie gibt Hilfestellungen beim Ein- und Auszug oder bei der Orientierung in der Stadt. Für die meisten ist es das erste Mal, dass sie ohne ihre Eltern wohnen.

Die Stadt fördert das Pilotprojekt mit zehn Millionen Euro. Eine hohe Summe, die sich jedoch auch an der Qualität des Gebäudes und der Zimmer sehen lässt. Weil die Lage an der Kreuzung von Innsbrucker Ring und Grafinger Straße eine hohe Lärmbelastung mit sich bringt, sind zwei Wände zwischen Wohnraum und Straße eingebaut worden. Ein zusätzlicher Gang trennt so die Apartments, wodurch ein Hotelcharakter entsteht. Die Wohnungen selbst sind zum ruhigen Innenhof ausgerichtet, auf dem gemeinsam gelernt, entspannt und auch gefeiert werden kann. 

pg

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