Feuerwehr rettet acht Menschen

Wohnung in Neuperlach brennt komplett aus

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Sieben Erwachsene und ein Kind musste die Feuerwehr in Neuperlach aus dem brennenden Gebäude retten.

Dramatische Szenen haben sich am Freitagnachmittag in Neuperlach abgespielt. Durch einen Brand ist eine Vierzimmerwohnung an der Plettstraße in Neuperlach komplett zerstört worden, die Feuerwehr musste Bewohner aus dem Gebäude retten.

Ein 22-Jähriger hatte in der Küche eine Pfanne mit Öl auf den Herd gestellt und begab sich danach ins Wohnzimmer. Dort schlief er ein, wobei sich das Öl in der Zwischenzeit derart erhitzte, dass es sich entzündete und die Flammen auf die Kücheneinrichtung übergriffen. Als der junge Mann aufwachte, schlugen ihm Stichflammen aus der Küche entgegen und er alarmierte sofort die Feuerwehr. Der Mann konnte aus dem Haus flüchten. Bei der Ankunft der ersten Feuerwehrkräfte drang dichter, schwarzer Rauch aus der im sechsten Stock gelegenen Wohnung. An der Gebäuderückseite waren bereits die Fensterscheiben geborsten und die Flammen drohten, auf das darüber liegende Stockwerk überzugreifen. Der Treppenraum des neunstöckigen Gebäudes war ab der fünften Etage komplett verraucht. Den Bewohnern aus dem siebten und achten Stock war somit der Fluchtweg abgeschnitten.

Parallel zur Brandbekämpfung lief auch die Rettung der gefährdeten Personen aus den oberen Stockwerken an. Die Feuerwehr rettete sieben Erwachsene und ein Kind — teils mit Fluchthauben — aus dem Haus. Im Laufe des Einsatzes wurde das Gebäude komplett evakuiert. Für die Bewohner stand ein Großraumrettungswagen bereit.

Zehn Personen aus dem Haus erlitten bei dem Brand eine Rauchgasvergiftung. Sie wurden vor Ort durch den Rettungsdienst und zwei Feuerwehr-Notärzte ambulant behandelt. Vier von ihnen mussten anschließend in Krankenhäuser transportiert werden, darunter auch der Mann aus der Brandwohnung.

Nach etwa 30 Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Die Brandbekämpfung wurde sowohl über den Treppenraum als auch über eine Drehleiter durchgeführt. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch eine weitere Stunde hin.

Die Feuerwehr kontrollierte ebenfalls die anderen 17 Wohnungen des Anwesens auf Schäden. Auch das komplette Nachbargebäude wurde abgesucht. Hier wurde ein Frau vorgefunden, die ebenfalls Brandrauch eingeatmet hatte. Sie wurde in eine Klinik gebracht. Durch das Feuer wurde die betroffene Wohnung im sechsten Stock komplett zerstört und ist damit unbewohnbar. Der Treppenraum wurde durch Brandrauch und Ruß massiv beschädigt. Der entstandene Sachschaden kann durch die Feuerwehr nicht abgeschätzt werden, dürfte jedoch deutlich im sechsstelligen Bereich liegen.

Die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr waren mit 80 Einsatzkräften vor Ort. Sechs Rettungswagen verschiedener Münchner Hilfsorganisationen sowie zwei Feuerwehr-Notärzte und die Besatzung des Großraumrettungswagens der Feuerwache Ramersdorf versorgten und betreuten die Bewohner während der Dauer des Einsatzes und sorgten für den Transport der Verletzten in unterschiedliche Münchner Krankenhäuser.

Die Brandermittler der Münchner Polizei haben die Ermittlungen vor Ort aufgenommen.

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