Wird die „Kommissarin“ Vorsitzende?

Kandidiert für den Vorsitz des VdK Berg am Laim: Jenita Hübner. Foto: HALLO-Archiv/HH

Seit über einem Jahr verrichtet sie das Amt bereits kommissarisch – nun dürfte Jenita Hübner bei der anstehenden Jahreshauptversammlung am 2. September (17 Uhr, Taverna Odyssee, Bad-Kreuther-Straße 8) wohl auch reguläre Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Berg am Laim werden.

Hübner hatte den Vorsitz 2010 von Ernst Conrad übernommen, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Ein wichtiges Amt im örtlichen Sozialverband mit seinen aktuell exakt 1385 Mitgliedern. Deutschlandweit zählt der VDK rund 1,5 Millionen Mitglieder. In Berg am Laim hat Hübner ein Team allesamt ehrenamtlicher, engagierter Kräfte um sich. Im Vorstand agieren mit Elisabeth Pfafflinger und Irmi Schmirl zwei Frauenbeauftragte, daneben Rudi Rauch als Senioren- und Behindertenbeauftragter. „Dieses Team soll auch nach den anstehenden Wahlen zusammenbleiben“, hofft Hübner auf eine Fortsetzung ihrer vielseitigen Arbeit. Die Chancen stehen gut – Gegenkandidaturen gibt es bislang keine. „Kein Wunder – es ist ja auch neben dem Ehren- vor allem ein arbeitsintensives Amt“, schmunzelt die Vorsitzende. Einblicke „Alte Leute haben sehr oft viele Probleme und bisweilen nicht die entsprechende Lobby in der Gesellschaft – da muss man einfach etwas tun“, erläutert Hübner die Intention für ihr Wirken. Damit vertritt sie voll das Credo des VdK, in einer sich wandelnden Gesellschaft vor allem auch die sozial Schwachen und Benachteiligten zu ihrem Recht kommen zu lassen. Hilfen, Betreuung und Beratung von Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranken, Patienten und vor allem Seniorinnen und Senioren stehen im Fokus der Sozialdienstleister. „Wir versuchen einfach, für diese Menschen da zu sein“, umreißt Hübner ihr vielseitiges Tun und das ihrer Mitstreiter. „Wir vermitteln rechtliche oder fachliche Beratung beim Kreisverband, helfen bei Behördengängen oder bei Rentenfragen und Anträgen für Behindertenausweise, vermitteln aber auch Einkaufshilfen – vor allem aber nehmen wir uns Zeit für die Menschen und bieten ein offenes Ohr auch all jenen Senioren, die sich bereits weitgehend aus der Gesellschaft zurückgezogen haben.“ Ganze 5 Euro pro Monat koste derzeit die Mitgliedschaft beim VdK (Infos und Detailfragen beantwortet Jenita Hübner den Interessenten gerne unter 08063/224 98 04 bzw. 0162/89 74 49 5). Anreize Die wackeren Sozialstreiter bieten indes echte Anreize für die Menschen, sich aus ihrer selbst gewählten oder krankheitsbedingten Isolation zu lösen: Feste zu allen Jahreszeiten vom Faschingsball bis zur Weihnachtsfeier, ein- und mehrtägige Ausflüge, regelmäßige gesellige Spielenachmittage (derzeit jeweils am ersten Mittwoch des Monats ab 14 Uhr, Taverna Odyssee), Kinobesuche zu Seniorenvorstellungen im Filmtheater am Sendlinger Tor (jeden 2. Mittwoch im Monat, 12 Uhr) und die regelmäßigen Treffen am 1. Freitag des Monats (Taverna Odyssee, 17 Uhr) bieten eine stolze Bandbreite. Sprechstunde „Zudem wollen wir in nächster Zukunft auch noch eine feste Sprechstunde für die Anliegen unserer Mitglieder und anderer Bürger einrichten“, verrät Hübner. Derzeit sei man, auch vom Bezirksausschuss Berg am Laim unterstützt, auf der nicht ganz einfachen Suche nach einer entsprechenden Räumlichkeit. Spätestens mit dem Erscheinen der aktuellen Jahresfibel des Ortsverbandes im Herbst soll auch dieses Raumproblem gelöst sein. Vorträge Dazu plant die Vorsitzende für die kommenden Monate interessante Fachvorträge von Vertretern der Bahn, der Polizei, der Feuerwehr und des Apothekerverbandes. „Auf die zentralen Fragestellungen unserer Mitglieder zugeschnitten, versteht sich“, versichert Hübner. Mindestens für die Wahlphase von vier Jahren will sich die fast 65-jährige Dame einbringen, die im Vorruhestand weilt und ihr Berufsleben zuvor vor allem in der Verwaltung der Landwirtschaftlichen Krankenkasse Oberbayern zugebracht hat. Jetzt fehlt der rührigen „Kommissarin“ nur noch das Votum der VdK-Mitglieder in Berg am Laim, um ihr vielseitiges Wirken weiter fortsetzen zu können. Harald Hettich

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