CSU will innovatives Schulprojekt gegen städtische Widerstände befördern

Verhandlungen zum Jules-Verne-Campus

Die zuständigen Stellen der Stadt sollen nach dem Willen der Rathaus-CSU den Bau der „Jules Verne Campus Schulen“ an der Kronstadter Straße in Zamdorf ermöglichen.

Mit einem gleichlautenden Antrag an die Stadt wollen die christsozialen Räte Eva Caim, Robert Brannekämper und Walter Zöller ein zuletzt ins Stocken geratenes Großprojekt doch noch realisieren. 

„Um die Schule zu ermöglichen, werden der Flächennutzungsplan und Bebauungsplan entsprechend geändert und das Gewerbeflächenentwicklungsprogramm im Hinblick auf das Grundstück Zamilastraße 27  (Gemarkung Berg am Laim, Flur-Nummer. 482/15) angepasst“, fordern die Stadträte ein neuerliches Umdenken. Auf dem Grundstück will ein Betreiber eine private Schule mit zweizügiger Grundschule und einem Gymnasium errichten. Der Bedarf im stark gewachsenen Umgriff der Schule scheint in jedem Fall vorhanden. 

Doch derzeit drohen die ehrgeizigen Pläne an nutzungsrechtlichen Voraussetzungen zu scheitern. „Entgegen einer anderslautenden mündlichen Beratung sieht die städtische Lokalbaukommission inzwischen keine Genehmigungsfähigkeit mehr für das Bauvorhaben“, beklagt die Berg am Laimer Stadträtin Caim. Aber wo liegt der Hase im Pfeffer? Offenbar hakt es an dem Umstand, dass die avisierte Schulfläche inmitten eines als reines Gewerbegebiet genutzten Areals liegt. Beides soll jetzt aber nebeneinander nicht möglich sein. „Aufgrund der Schallemissionen durch das Gewerbegebiet kann das Vorhaben Schule auch nicht ausnahmsweise zugelassen werden“, heißt es aus der Teil-Behörde des Planungsreferates. 

„Doch diese Argumentation trägt doch gar nicht“, argumentieren die Schulbefürworter. Zum einen sei das Gebiet inzwischen von nicht störenden Unternehmen geprägt – der Gebietscharakter entspreche also nicht dem eines reinen Gewerbegebietes, argumentieren die CSU-Räte. Zudem werde der einzig verbliebene Betrieb an der Zamdorfer Straße 27 seine Nutzung dort einstellen. „Daher ist es doch nur konsequent, die planungsrechtliche Situation den tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen“ und eine solche Flächennutzungsplanänderung zuzulassen, argumentieren die CSU-Räte. Zumal die Schule selbst vor Ort „dringend benötigt“ werde. 

Innovatives Schulprojekt

Zumal es sich bei dem Projekt um eine pädagogisch sehr innovative Maßnahme handeln dürfte. „Unser Ziel ist es, eine nachhaltige, bilinguale und interkulturelle Erziehung zu gestalten“, heißt es auf der Webseite des potentiellen Trägers. Förderung von Internationalität, globalem Denken und Unternehmergeist sollen dabei stark betont werden. Zum Profil der Schule soll neben einem Schwerpunkt auf individuellem Lernen auch ein ausgewogenes Gesundheitskonzept auf Basis frisch zubereiteter Mahlzeiten und einem täglichen Bewegungsangebot gehören. 

Wesensmerkmal des Jules Verne Campus soll es vor allem auch sein, die Kinder nach dem Immersionskonzept zu fördern und gleichermaßen zu fordern: mit fremdsprachlichen Betreuern in kleinen Gruppen und mittels eines stark individualisierten Unterrichtskonzeptes. Ein zusätzliches Fachangebot „Neugierologie“  soll gezielt die kindliche Neugier als wichtigen Quell für Freude, Kreativität und Erfolg erhalten (weitere Infos und Kontaktdaten unter www.jules-verne-campus.de). – HH –

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