Der Star der Actionserie zeigt Ecken und Kanten

Werksviertel: Tom Beck heizte im Technikum ordentlich ein

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Die Stimmung bei Tom Becks Konzert im Technikum war überragend.

Er ist ein Mann mit vielen Talenten: Tom Beck beherrscht neben Klavier, Gitarre und Schlagzeug sogar die Orgel und das Akkordeon. Bekannt ist er der breiten Masse als Schauspieler bei „Alarm für Cobra 11“. Doch startet er nun auch als Sänger wieder durch.

Berg am Laim – Wer an Pinguine denkt, bringt nicht automatisch Tom Beck mit ihnen in Verbindung. Dabei haben sie etwas gemeinsam: Sie sind flugunfähig.

Tom Beck kann genauso wenig fliegen, wie die Pinguine. Die Frage, warum diese Fähigkeiten den Vögeln verwehrt wird, war jedoch der Anstoß für Tom Becks aktuellen musikalischen Höhenflug. Anfang Januar veröffentlichte er die Single „Pinguine“ und tourte nach längerer Pause wieder durch Deutschland. 

Einer der Tourstopps war das Technikum im Werksviertel am Ostbahnhof. HALLO Redakteurin Iris Janda und HALLO Volontärin Melanie Schröpfer haben sich unter die Konzertbesucher gemischt.

Tom Beck – meist springt einem direkt das Bild vom smarten Kommissar mit der Wuschelmähne in den Kopf. Als Ben Jäger in der Autobahn-Actionserie „Alarm für Cobra 11“ ist er der breiten Masse bekannt. 

Seine Rollen, auch nach dem Ausstieg aus der Erfolgsserie, zeichneten ihn stets weich. Präsentiert wird er der Öffentlichkeit als Schwiegermuttis Liebling. Auch seine Lieder auf der Musikplattform Spotify klingen nach gemütlicher Lagerfeuerstimmung. 

Während des Konzerts im Technikum kam jedoch ein anderer Tom Beck zum Vorschein. Einer mit Ecken und Kanten. Mit Witz und Authentizität.

2015 veröffentlichte Beck sein letztes Album. Fast fünf Jahre später ist der Schauspieler zurück – mit einem neuen Track. Dieser ist eine Liebeserklärung an seinen Sohn. Er beschreibt, dass er für ihn durch das Feuer gehen würde, um das Unmögliche möglich zu machen: Pinguine fliegen zu sehen. 

Die Zeile „Und wenn du mir vertraust, können wir Pinguine fliegen sehen“, hatte Beck schon früher im Kopf. Wie er erzählt, war sein bester Freund mit seiner Freundin und den Kindern im Zoo. 

Als sie bei den Pinguinen ankamen, fragte die Freundin, warum die nicht davon fliegen. Schließlich seien es doch Vögel. Der Freud war verwundert und erklärte, dass Pinguine nicht fliegen können.

Tom Beck lacht, als er diese Anekdote erzählt. „Man hätte das ja eigentlich von der kleinen Tochter erwartet. Ich fand die Frage, warum Pinguine nicht fliegen können, irgendwie süß“.

Die Fanbase nahm den neuen Song mit Begeisterung auf – zur Freude von Tom Beck. Grundsätzlich sei er ein ziemliches Nervenbündel, wenn er die Bühne betritt. Doch sagt er, sei das auch gut so. Eine gewisse Grundanspannung gehöre dazu.

„Dass so alles zittert und so, das ist schon echt scheiße. Das hat sich aber auch gebessert. Es gibt aber eben auch Dinge im Leben, die einem dann doch wichtiger sind. Man weiß, dass das nicht alles ist, wenn hier was schief geht“. 

Der Musiker lebe das Konzept und das gelte auch für die Bühne: „Das ist live, da kann viel schiefgehen. Wenn das dann passiert, dann nehme ich das auch gerne an und spreche es an“. Gesagt, getan: Running Gag des Konzert­abends war Becks Erkältung.

Immer wieder musste er sich die Nase putzen, sich wegdrehen, husten. Doch machte der Musiker kein Geheimnis daraus. Er sprach es an, nahm sich auf die Schippe.

„Ich finde es auch schön. Keiner ist perfekt und es soll auch nicht so transportiert werden“. Beck wolle den Zuschauern vermitteln, dass es auch nur eine Blase sei, was er mache.

Er und seine Band würden einfach nur ihren Job machen. „Wir stehen halt nur auf der anderen Seite“. Im Grunde wolle er mit den Fans eine gute Party feiern und zusammen Musik machen. „Das ist mein Konzept und nicht so ‚da ist der Star auf der Bühne‘. Das bin ich ja nicht. Und ohne die würde ich alleine spielen“. 

Während des Auftritts zeigte Tom Beck echte Entertainer-Qualitäten. Zwischen den Songs rief er spontan die Verlobte seines Cousins und ihre Freunde auf die Bühne, die ihren Junggesellenabschied feierte. 

Beck spendierte der Zukünftigen ein Getränk und sang mit ihr im Duett. Im Hinblick auf sein neues Album, das noch dieses Jahr erscheinen soll, will Beck sich breiter aufstellen. 

Mit einem Augenzwinkern sagt er zum Abschluss: „Vielleicht kann ich dann in Zukunft ja in der Allianzarena oder Olympia­stadion spielen“.

Melanie Schröpfer

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