Die Wechselkröte muss umziehen

Gute Nachrichten für den DJK Sportbund München-Ost: die Wechselkröte verhindert den Bau der geplanten Bezirkssportanlage an der Rudolf-Zorn-Straße nicht. Die Stadt hat von der Regierung von Oberbayern die erhoffte Ausnahmegenehmigung erhalten. Bevor jedoch Sportgebäude und -flächen entstehen können, muss die streng geschützte Art umziehen.

Die Wechselkröte aus Neuperlach-Süd erhält ein neues Zuhause. Noch im Herbst wird die Stadt an anderer Stelle ein so genanntes Ersatzhabitat für das unter strengem Artenschutz stehende Tier anlegen. Im Frühjahr 2012 kann dorthin dann der Laich der Wechselkröte gebracht werden. Mit neuer Laichstätte und neuem Landlebensraum erfüllt die Stadt die wichtigste Auflage der Regierung von Oberbayern, die eine Kompensation des artenschutzrechtlichen Eingriffs in Neuperlach-Süd verlangt, weil die Baumaßnahme an der Rudolf-Zorn-Straße in den Lebensraum der streng geschützten Art eingreift. Insgesamt seien alles „machbare“ Auflagen, so die Pressesprecherin des Sportamts, Edith Rubenbauer. Nachweis Wenn die Stadt die festgesetzten Auflagen erfüllt, kann die geplante Baumaßnahme entsprechend der Ausnahmegenehmigung in mehreren Bauabschnitten realisiert werden. Zuvor hatte das Sportamt der Regierung von Oberbayern in ihrer Funktion als höhere Naturschutzbehörde nachweisen müssen, dass der Bau der Bezirkssportanlage im überwiegend öffentlichen Interesse steht und der Standort alternativlos ist. Arbeitsbeginn Parallel zur Anlage der neuen Wechselkrötenheimat werden die Planungen zum Ausbau der Bezirkssportanlage weiter vorangetrieben. Zielsetzung ist es, möglichst im Sommer 2012 mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Die Neuperlacher hatten übrigens mehr Glück als ihre Nachbarn in Trudering. Dort wurde die Erweiterung des Wertstoffhofes vor kurzem mit dem Hinweis auf die benachbarte Wechselkrötenpopulation abgelehnt. Carmen Ick-Dietl

Auch interessant:

Meistgelesen

Neuigkeiten von der Südpolstation
Neuigkeiten von der Südpolstation

Kommentare