Ramersdorf sagt Nein danke

Verlegung des Kulturstrands in den Ostpark

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Weil die Ludwigsbrücke umgebaut wird, muss sich der Kulturstrand der „urbanauten“ einen Alternativ-Standort suchen.

Ein mögliche Verlegung des Kulturstrands der „urbanauten“ in den Ostpark kommt bei den Bürgern gar nicht gut an. Bei der Bürgerversammlung in Ramersdorf sprach sich eine Mehrheit gegen einen Umzug aus.

Der Kulturstrand sorgt am Vater-Rhein-Brunnen täglich von 12 Uhr bis kurz vor Mitternacht für einen Hauch Karibikfeeling. Drei Monate bietet er kostenlos Musik, Lesungen, Filme, Kinderprogramm, Kunst und Kultur. Doch heuer ist der Vater-Rhein-Brunnen vorerst letztmals Austragungsort: Die Ludwigsbrücke wird demnächst umgebaut. Deshalb soll der Kulturstrand umziehen. Eine mögliche Alternative glaubt die Stadt im Ostpark gefunden zu haben (HALLO berichtete). Entweder am Südostende des Sees oder beim Theatron soll des Spektakel seine neue Heimat finden. Doch die Ramersdorfer sind gegen eine Verlagerung, wie sich bei der Bürgerversammlung zeigte. Es handle sich um eine „rein kommerzielle Veranstaltung“, kritisierte etwa Erika Schildecker. Auf die Anwohner des Ostparks kämen nur „Müll, Lärm und Überfüllung“ zu. Ihnen werde mit dem Kulturstrand jede Erholungsmöglichkeit genommen.

Schon jetzt seien die Zustände im Ostpark kaum mehr erträglich, ergänzte Monika Meier. Die Griller würden sich bei schönem Wetter immer weiter ausbreiten. Sogar auf Wegen und der Hundewiese werde hemmungslos gegrillt. Zudem müssten die Anwohner unzumutbaren Lärm durch musizierende oder trommelnde Besucher hinnehmen. Sie forderte deshalb eine Parkaufsicht, die für geordnete Verhältnisse sorgen soll. Ein Antrag, der ebenfalls eine Mehrheit fand, auch die Stadtverwaltung zuvor darauf hingewiesen hatte, es gebe bereits einen Sicherheitsdienst im Ostpark.

Der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach hat zur einer Verlegung des Kulturstrands in den Ostpark noch keine Stellung bezogen. Er sah sich durch die städtische Anfrage ungenügend informiert und forderte zunächst umfassende Informationen über die Veranstaltung. Erst wenn diese vorliegen will sich das Gremium für oder gegen einen Umzug in den Ostpark aussprechen. 

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