Umwälzungen an der Seebrucker Straße

Die ersten Wohnungen in der Neubauanlage der Heimag an der Seebrucker Straße sind seit kurzem bezugsfertig. Foto: Tina D

Die Seebrucker Straße im Osten Berg am Laims verändert durch eine Großbaumaßnahme derzeit entscheidend ihr Antlitz: Die Wohnbaugesellschaft Heimag München GmbH errichtet derzeit auf einem rund 3,57 Hektar großen Baugebiet insgesamt 157 Wohnungen auf einer Gesamtfläche von rund 13.000 Quadratmetern sowie 319 Tiefgaragenplätze.

Das Tochterunternehmen der städtischen Wohnbaugesellschaft Gewofag hatte bereits im Mai 2009 mit dem ersten Bauabschnitt begonnen – im ersten Baulos wurden im Herbst letzten Jahres bereits 51 Wohnungen und 139 Tiefgaragenplätze fertig gestellt. Daneben wurden bisher 195 der ursprünglich 321 bestehenden Wohnungen saniert. 36 weitere Wohneinheiten wurden abgerissen, um so den notwendigen Raum für die umfangreiche Neubaumaßnahme zu schaffen. Neubauten wie Sanierungen sollen nach aktuellen Informationen der Heimag gegenüber HALLO 2015 bis spätestens 2016 abgeschlossen sein. Einblicke Das Tochterunternehmen der städtischen Wohnbaugesellschaft Gewofag lässt sich sein Engagement in Berg am Laim einiges kosten. Christian Kiefer als Leiter Mietwohnungen und Wohnbauverwaltung nannte auf Anfrage konkrete Zahlen: „Die Neubaumaßnahmen der Heimag an der Seebrucker Straße belaufen sich auf kalkulierte Gesamtkosten von 9,37 Millionen Euro, die Sanierungskosten auf 10,68 Millionen Euro.“ Bei der Sanierung der Bestandswohnungen wurden die Einheiten auf den neuesten energetischen Stand gebracht. Zusätzlich wurden in den bereits bestehenden Anwesen des aus den 60er Jahren stammenden Baugebietes Aufzüge nachgerüstet, die Wohnungen selbst innensaniert und auf Wunsch der Mieter auch die Bäder saniert. Großer Bedarf Die Stadt München hatte das Projekt von Anfang an gerade auch mit Blick auf den enormen Bedarf an Wohnungen in der Isarmetropole ebenso wie der örtliche Bezirksausschuss Berg am Laim mit großer Zustimmung begleitet. Bei den Wohnungen vor Ort handelt es sich nach Heimag-Informationen ausschließlich um frei finanzierte Mietwohnungen. Die Kaltmieten sollen laut Baubetreiber bei 10 bis 10,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Immerhin: Die Mieterhöhungen als Folge der Sanierungsmaßnahmen wurden sozialverträglich gestaffelt. „Noch keine Aussage getroffen werden kann“ nach Information der Heimag zur Frage, ob es künftig vor Ort auch geförderten Wohnungsbau – etwa nach den Richtlinien des München Modells – geben könne. Immerhin waren in den vergangenen Jahren diverse ältere Bestandswohnungen aus der Sozialbindung herausgefallen. Insbesondere der örtliche Bezirksausschuss hatte sich in der Vergangenheit stets für eine auch künftig ausgewogene Bewohnerstruktur ausgesprochen. Lärmtechnisch bringen vor allem die umfangreichen Neubaumaßnahmen Vorteile für das Quartier. Während die Altbauten senkrecht zur stark befahrenen Kreillerstraße stehen und den Lärm auch in die Anlagen dahinter „durchlassen“, fungieren die zurückgesetzt, aber parallel zur Kreillerstraße verlaufenden Neubauten zweifelsohne auch als Lärmpuffer. „Grünplan“ Einiges Kopfzerbrechen hatte so manchem Berg am Laimer BA-Mitglied wie etwa Brigitte Schulz (Grüne) die örtliche Grünplanung verursacht. Der baulichen Nachverdichtung und Neubebauung mussten nach den Ausgangsplanungen rund 180 Bäume weichen. „Es besteht ein Grünplan im Zusammenhang mit dem Bebauungsplanverfahren – wobei großer Wert auf die Erhaltung des Baumbestandes gelegt wurde“, führt die Heimag auf HALLO-Anfrage aus. Die Stadt selbst schrieb vor Beginn der Maßnahme aber lediglich 30 Neu-Baumpflanzungen vor, um den erweiterten Wohnraum nicht zu sehr zu „verschatten“. Dazu soll es nach Bauabschluss eine rund 1800 Quadratmeter große Grünfläche geben, die öffentlich begehbar sein wird und eine Wegeverbindung von Nord nach Süd bieten soll. Harald Hettich

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