Umbau im Ortszentrum Baumkirchner Straße

Reizthema Parkplätze und Infosäule

Die Sanierung, Neugestaltung und attraktivere Ausgestaltung der Baumkirchner Straße ist lange gewünscht und soll im Zentrumsbereich heuer ab dem 2. Mai endlich Realität werden.

Doch ein steter Streitpunkt bleibt die Problematik ausreichender Parkplätze während und nach der Baumaßnahme. Auffassungsunterschiede zwischen dem städtischen Kreisverwaltungsreferat (KVR) und dem örtlichen Bezirksausschuss Berg am Laim traten nun erneut zutage. 

(Park-)Betrachtungen 

Vor allem die Geschäftsleute, Ladenbetreiber und Praxen-Inhaber entlang der Zentrumsmeile haben Angst, während und nach dem Umbau der Baumkirchner Straße könnten die Parkräume für Kunden auf ein zu kleines Maß schrumpfen und somit auch die Geschäftstätigkeit eindämmen. Im Zusammenwirken von Stadt, Stadtteil und Geschäftsleuten war deshalb in der Vergangenheit die Lösungsvariante erarbeitet worden, im Zuge der Bauarbeiten zusätzliche Parkräume auch entlang der nahen Hansjakobstraße einzurichten. Ein Vorhaben, das von allen Seiten begrüßt wurde. Doch nun machte das KVR eine klare und für die Ortsansässigen schmerzliche Einschränkung: wie jetzt im Bezirksausschuss bekannt wurde, will die Stadtbehörde erst nach Fertigstellung der Arbeiten prüfen, ob an der Hansjakobstraße weitere Kurzzeitparkplätze eingerichtet werden können. Nach Ansicht der Geschäftsleute, des Gewerbevereins und des Bezirksausschusses sind diese aber schon während der Baumaßnahme nötig – weil rund um den Grünen Markt künftig wichtiger Parkraum entfällt (wir berichteten). „Wir brauchen diese Parkflächen auch schon während der Bauzeit“, nahm Berg am Laims BA-Vorsitzender Robert Kulzer den fordernden Tenor des Gremiums in der letzten Sitzung vorweg. Doch damit nicht genug. Auch weitere Umbaudetails, welche der Bauausschuss des Stadtrates nun auf den Weg brachte, stoßen nicht auf positiven Widerhall im Viertel.

Differenzen

Wesentliche Kritikpunkte: entgegen der Wünsche aus dem Quartier will die Stadt im Zentrum Berg am Laims keine Infosäule platzieren, die über die Historie vor Ort Aufschluss vermitteln sollte und hinter deren Situierung vor Ort sich auch der Bezirksausschuss gestellt hatte. Für derlei Informationen gebe es den Kulturgeschichtspfad, beschied die Stadt in ihrer Negativantwort – man wolle den aufgewerteten Bereich rund um den Grünen Markt künftig keinesfalls „möblieren“. Auch weitere Forderungen des BA, des Gewerbevereins und vor Ort Handelnder will die Stadt nicht erfüllen: eine Absage gab es etwa für Pläne aus dem Stadtteil, die Wege des zentrumsnahen Behrparks aus Gründen besserer Sicherheit künftig zu beleuchten. 

Christbaumstandplatz

Auch der Wunsch, vor Ort einen festen Christbaumstandplatz zu sichern, bleibt nach Stadtsicht unerfüllt. Ablehnungen, die im Gremium auf negativen Widerhall trafen. So wurde mit Blick auf eine Infostehle die Forderung laut, zusammen mit den städtischen Referaten Möglichkeiten auszuloten, „Geschichte und Geschichten im und aus dem Stadtteil erlebbar zu machen“. Auch an der Finanzierung sollen wichtige Projekte wie  die Stadtteilinformation nicht scheitern. Der BA stellte dafür auch eigene Budgetgelder in Aussicht.  Das Gremium will bei einem Ortstermin mit der Stadt und allen Beteiligten wichtige Detailfragen doch noch zu einem positiven Abschluss bringen. „Jetzt ist im Zuge des Umbaus  die Gelegenheit, hier tätig zu werden – diese Möglichkeit dürfen wir  nicht verstreichen lassen“, lautete der BA-Tenor.

– HH –

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