Idee stößt auf geteilte Resonanz

Mit der Trambahn nach Ramersdorf und Perlach

+
Von den Zeiten. als noch eine Tram nach Ramersdorf fuhr, zeugt das alte Trambahnhäuschen an der Rosenehiemr Straße. Kommen die Zeiten nun wieder?

Bereits in acht Jahren soll man mit der Tram vom Ostbahnhof nach Ramersdorf und Perlach fahren können – wenn es nach dem Willen der Perlacher FDP geht. Möglichst sogar bis nach Neubiberg und Ottobrunn. Letztere lehnen die Nahverkehrsidee mittlerweile ab.

Die Idee einer Trambahnverbindung nach Ramersdorf-Perlach ist nicht neu. Vor kurzem erst hatte der Bezirksausschuss (BA) in einem Gemeinschaftsantrag aller Fraktionen eine Machbarkeitsstudie für eine Tramlinie im 16. Stadtbezirk verlangt. Die FDP setzt nun noch einen drauf und fordert die Eröffnung einer entsprechenden Linie in spätestens acht Jahren. Dabei sollen möglichst auch die Neubaugebiete an der Hochäckerstraße und auf dem Piederstorfergelände sowie eine Verlängerung nach Neubiberg und Ottobrunn einbezogen werden. Denn eine ÖPNV-Versorgung der Neubaugebiete rein mit Bussen werde schwer möglich sein, glaubt Döll. Zudem würden die Anwohner an den linienführenden Straßen erheblich zusätzlich belastet.

Ob die Linie von der derzeitigen Endhaltestelle Schwanseestraße über die Ständlerstraße verlängert wird oder vom Ostbahnhof über die Rosenheimer Straße verläuft, scheint dabei ziemlich egal zu sein. Wobei Rolf-Peter Döll (FDP) zur jüngsten BA-Sitzung eine recht aufsehenerregende Linienführung in einem zweiten Antrag vorgeschlagen hatte, den er in der Sitzung jedoch wieder zurückzog. So sollte die Tram auf der Rosenheimer Straße fahren, in Ramersdorf eine „ortskernnahe Haltestelle“ (beispielsweise an der Herrenchiemseestraße) erhalten, danach unter der Chiemgaustraße durchtauchen, ein Stück am Rand der Salzburger Autobahn entlang laufen, um dann auf einem Brückenbauwerk auf die Ständler- straße einzuschwenken und dort schließlich bis zum Piederstorfergelände fahren. Mit entsprechenden Haltestellen wie zum Beispiel Peralohstraße könnte man auch das Neubaugebiet Hochäckerstraße anbinden, so Dölls Vision.

Mit Blick auf die Zukunft fordert die FDP erneut Varianten für eine mögliche Verlängerung einer eventuellen Straßenbahnlinie von Neuperlach nach Unterbiberg, Neubiberg und Ottobrunn. So könne der Straßenraum innerhalb des Stadtbezirks fühlbar entlastet werden.

In Ottobrunn allerdings hat man die Idee einer Straßenbahn erst kürzlich eine Absage erteilt. Auch hier war es die FPD, die im Ottobrunner Gemeinderat einen entsprechenden Antrag eingereicht hatte. Es sei nicht der notwendige Platz da. Unterhaching und Neubiberg hingegen stehen einer Trambahnverbindung nach München positiv gegenüber. Ende vergangenen Jahres war der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach mit der Information überrascht worden, es gebe „grobe Überlegungen, den Ortskern Ramersdorf mit einer Trambahnlinie zu erschließen“. Das Planungsreferat beabsichtige im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplans die Prüfung dieser Strecke, hieß es damals auf HALLO-Nachfrage bei den Münchner Verkehrsbetrieben (MVG).

Carmen Ick-Dietl

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Richtfest für künftiges Zentrallabor der München Klinik in Neuperlach
Richtfest für künftiges Zentrallabor der München Klinik in Neuperlach
Münchner Stadtrat beschließt: Kein Stadtstrand im Ostpark
Münchner Stadtrat beschließt: Kein Stadtstrand im Ostpark
Bürgerversammlung zur zweiten Stammstrecke in Berg am Laim
Bürgerversammlung zur zweiten Stammstrecke in Berg am Laim

Kommentare