Parklizenz oder nicht?

BA sucht nach Maßnahmen gegen Parksuchverkehr in Ramersdorf

Den Parksuchverkehr rund um den Karl-Preis-Platz würde der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach gerne unterbinden. Die Frage ist nur: wie?
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Den Parksuchverkehr rund um den Karl-Preis-Platz würde der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach gerne unterbinden. Die Frage ist nur: wie?

Suchen oder zahlen – im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach ist man sich nicht sicher, welche Alternative für die Parker am Bahnhof Giesing und am Karl-Preis-Platz besser wäre. Nun hofft man auf Reaktionen.

Auslöser für die Diskussion ist ein Antrag von DaCG und ÖDP, in dem die Eindämmung des Parksuchverkehrs auf der Ramersdorfer Seite des U- und S-Bahnhofs Giesing sowie rund um den U-Bahnhof Karl-Preis-Platz gefordert wird. Weil es hier ein attraktives Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln gebe, seien die Bereiche für viele Pendler und Besucher der Innenstadt besonders interessant, so die Argumentation. Dies habe eine erhebliche Mehrbelastung der Anwohner durch Lärm und Abgase zur Folge. Zudem erhöhe sich der Parkdruck für die Bewohner. Es bestehe Handlungsbedarf.

Nur wie, fragte man sich im Verkehrsausschuss des Stadtteilparlaments. „Der Parksuchverkehr lässt sich nur schwer unterbinden“, so Gunda Wolf-Tinapp (Grüne). Abhilfe könnten Parklizenzgebiete schaffen. Aber: Parklizenzen sind für die Anwohner kostenpflichtig. Kriegen können sie nur Personen mit Erst- oder Zweitwohnsitz im entsprechenden Gebiet. „Ich glaube nicht, dass dies bei den Geschäftsleuten am Karl-Preis-Platz gut ankommt“, zweifelte Kurt Damaschke (SPD).

Auf der Ramersdorfer Seite des Giesinger Bahnhof gibt es zwar keine Läden, dafür aber die städtische Elly-Heuss-Realschule und die französischen Schule, sowie die Maler- und Lackiererinnung mit ihrem Berufsbildungszentrum samt Internat. Die Innung hat für ihre Mitarbeiter einen eigenen Parkplatz, „aber die Schüler müssten schauen, wo sie dann bleiben“, so Matthias Heinrich von der Geschäftsführung auf HALLO-Anfrage.

Stellungnahmen erhofft

Der Bezirksausschuss hofft, aus beiden Gebieten Stellungnahmen zur Idee der Parklizensierung zu erhalten. Auch die Gewofag soll bei ihren Mieter rund um den Karl-Preis-Platz mal zum Thema Parkplatzmangel und Konsequenzen nachfragen.

2009 hatte die Stadt übrigens ein Parkraummanagement für den Bereich Karl-Preis-Platz abgelehnt. Die Bedingungen für eine Parklizenzzone – fehlende private Stellplätze und erheblicher flächendeckender Parkdruck – wurden damals nicht erfüllt.

Carmen Ick-Dietl

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