Marktstände an der U-Bahn Haltestelle

Stände und Wägen aus Markthallen an der U-Bahn-Station Michaelibad in Berg am Laim

Einen Wochenmarkt gibt es am Grünen Markt in Berg am Laim. Der Bezirksausschuss kann sich eine Mini-Version auch noch an anderer Stelle vorstellen – denn dort fehlt es an Einkaufsmöglichkeiten.  (Symbolbild).
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Einen Wochenmarkt gibt es am Grünen Markt in Berg am Laim. Der Bezirksausschuss kann sich eine Mini-Version auch noch an anderer Stelle vorstellen – denn dort fehlt es an Einkaufsmöglichkeiten. (Symbolbild).

Außerhalb der Altstadt sieht München oft ziemlich trist aus. Wenig Einkaufsmöglichkeiten sind außerhalb von Einkaufscentern zu finden. Der Bezirksausschuss hat eine Idee, die fehlende Versorgung an einem Ort in Berg am Laim zu verbessern.

Zugegeben: Die Kauflaune dürfte bei den meisten während des Teil-Lockdowns jetzt im November ohnehin nicht besonders ausgeprägt sein. Auch wenn Weihnachten praktisch vor der Tür steht, denn noch niemand weiß, ob wir das höchste Fest der Christen, das auch viele Atheisten wegen seiner Atmosphäre mitfeiern, überhaupt zusammen mit der Familie abhalten können. Laune hin oder her – Dinge des täglichen Bedarfs werden immer gebraucht. Das zeigt sich auch an den Verkaufszahlen für Toilettenpapier, Mehl und Trockenhefe. Und eine Stadt, besonders eine Großstadt wie München, zeichnet sich auch dadurch aus, dass Artikel des täglichen Gebrauchs in kurzer Entfernung vom eigenen Zuhause zu kaufen sind. Oben wohnen, unten einkaufen. Oder Bier trinken.

Oft nur Einkaufszentren

Während in der Altstadt auch viele kleinere Läden, Kioske und Bäcker in Wohnvierteln zu finden sind, konzentrieren sich Supermärkte im Münchner Osten oft zu Einkaufszentren, so im Einkaufszentrum pep in Neuperlach.

In Berg am Laim sind die meisten Einkaufsgelegenheiten entlang der Wasserburger Landstraße gelegen. Gelegentlich ist dann doch ein Bäcker oder Discounter abseits der verkehrstechnischen Hauptschlagader des Münchner Ostens zu finden. So etwa der Penny-Markt an der Hechtseestraße oder die Bäckerei Haggnmüller an der Hofangerstraße. Allerdings sind die Geschäfte mittlerweile geschlossen. Rund um die U-Bahn-Station Michaelibad sind frische Lebensmittel und (während der Pandemie dringend benötigte) Hygieneprodukte nicht erhältlich. Von Kiosken, Tankstellen und dem Getränkemarkt an der Haldenseestraße einmal abgesehen.

Um diese Versorgungslücke in Berg am Laim zumindest zeitweise zu schließen, will der Bezirksausschuss nun die Betreiber von Münchner Markthallen prüfen lassen, ob Marktwägen ein- oder zweimal pro Woche ihre Produkte an der U-Bahn-Haltestelle Michaelibad anbieten. „Wünschenswert wären hier Obst und Gemüse, Backwaren und Metzgereiprodukte“, heißt es in dem Antrag der CSU. Ein Mini-Wochenmarkt also. Falls es Interessenten gebe, solle die Stadtverwaltung im selben Zug dafür sorgen, dass diese am Parkplatz ihre Waren zum Verkauf anbieten können.pg

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