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2000 neue Mitbewohner

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An der derzeit noch landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Truderinger Straße in Berg am Laim entsteht ein Wohnprojekt für rund 2000 Menschen.
An der derzeit noch landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Truderinger Straße in Berg am Laim entsteht ein Wohnprojekt für rund 2000 Menschen. © HLV

Im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hat der Stadtrat jetzt die Weichen für ein neues Wohnquartier an der Truderinger Straße in Berg am Laim gestellt. Ein weiterer wichtiger Projektschritt wurde außerdem durch den Billigungsbeschluss für die Entwicklung einer Büro- und Gewerbenutzung am Haidenauplatz zwischen Ostbahnhof und Leuchtenbergring gesetzt. 

Berg am Laim – Für das neue Wohnquartier südlich der Truderinger Straße hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats jetzt die Änderung des Flächennutzungsplans mit integrierter Landschaftsplanung beschlossen sowie den Bebauungsplan gesatzt. Auf dem 6,8 Hektar großen, bisher unbebauten Areal sind bis zu 820 teils geförderte Wohnungen für unterschiedliche Wohnformen, Bevölkerungs- und Einkommensgruppen geplant.

Hinzu kommen drei Kindertageseinrichtungen sowie kleinere Geschäfte. Das Gebiet zwischen Truderinger Straße und Hachinger Bach für knapp 2000 Menschen fügt sich laut Stadt „städtebaulich in sein Umfeld ein“. Fünf aufgelöste, vier- bis sechsgeschossige Blöcke würden den Rhythmus der sogenannten Eisenbahnersiedlung nördlich der Truderinger Straße aufnehmen. An zwei Stellen im Quartier sind bauliche Hochpunkte geplant. „Der mäandernde Bachlauf, der derzeit noch unterirdisch verläuft und zukünftig freigelegt wird, wertet das Gebiet ökologisch und gestalterisch auf und bildet ein besonderes Erholungsangebot“, so die Stadt weiter. Entlang der zentralen Gasse des Quartiers werde in den Erdgeschossen nicht gewohnt – diese Bereiche würden beispielsweise für Läden, Ateliers, Cafés oder Restaurants genutzt, um die Nutzungsvielfalt und damit die Entstehung eines lebendigen Quartiers zu unterstützen. Flexible Gebäudestrukturen sollen unterschiedliche Wohnformen und nachhaltige Wohnkonzepte ermöglichen. Ein Gestaltungsleitfaden und ein Gestaltungsbeirat gewährleisten die stadtgestalterische, architektonische und landschaftsplanerische Qualität der Neubebauung der Idee im Wettbewerb auch in der Umsetzung.


Ein zweites eigenes Headquarter und ein klimaneutrales Quartier – die HypoVereinsbank möchte ihre derzeit brachliegenden Flächen an der Bahn, rund vier Hektar groß, zwischen Leuchtenbergring und Haidenauplatz zwischen Berg am Laim und Haidhausen in zwei Teilen entwickeln. Hierfür ist die Fortsetzung des Bebauungsplanverfahrens notwendig, womit der Stadtrat das Referat für Stadtplanung und Bauordnung jetzt beauftragt hat. Zudem soll ein einstufiger, nicht offener Ideen- und Realisierungswettbewerb durchgeführt werden, für den im Vorfeld eine öffentliche Informationsveranstaltung, voraussichtlich noch in diesem Jahr, stattfindet. Die dort eingebrachten Anregungen werden in der Auslobung des Wettbewerbs berücksichtigt.

Der Wettbewerb teilt sich in zwei Entwicklungsbereiche. Das Verwaltungsgebäude der HypoVereinsbank bildet den Realisierungsteil, der zeitnah umgesetzt wird. Die restlichen Flächen bilden den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenteil, der erst nach Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke entwickelt werden kann. Bei der Überplanung des Areals will die Grundeigentümerin den aktuellen Ansprüchen an nachhaltiges Planen und Bauen für ein klimaneutrales und klimaresilientes Quartier mit einer zentralen Freifläche gerecht werden.

Grundlage für den weiteren Planungs- und Realisierungsprozess sind dafür die Vorgaben des Klimafahrplans für städtebauliche Planungen und die Bebauungsplanung der Stadt München. Diese beinhalten vielfältige Maßnahmen zum Klimaschutz, wie beispielsweise Fernwärmenutzung, Solarenergienutzung oder kompakte Bauformen.

Mehr Informationen zu den Projekten gibt es unter https://stadt.muenchen.de/rathaus/projekte/stadtplanung.html.

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