BA spricht sich für Verkaufswagen am Dietzfelbinger Platz aus

Marktstand soll bleiben

Die Markthallen München wollen den Wochenmarkt am Dietzfelbingerplatz auflösen. Mit nur einem Stand könne man nicht mehr von Markt sprechen. Der verbliebene Stand will jedoch mit Genehmigung des Kreisverwaltungsreferats weiterhin in Neuperlach-Süd verkaufen. 

Mit fünf Händlern war der Öko-Wochenmarkt am Dietzfelbingerplatz im Herbst 1999 eröffnet worden. Inzwischen ist nur noch ein Marktstand übrig geblieben. Alle Bemühungen der Markthallen München dort weitere Beschicker zu etablieren, sind leider gescheitert. Offenbar ist die Kundschaft für den Markt dort nicht vorhanden bzw. die Konkurrenz durch den Discounter an dieser Stelle zu groß. 

Doch ein einzelner Stand ist eben kein Wochenmarkt. Zudem würden Einnahmen und Ausgaben in keiner gesunden Relation stehen. Dabei geht es laut Pressesprecherin Silke Pesik vom Kommunalreferat vor allem um die Betreuung der Standbetreiber durch die Markthallen München, also um Personalkosten. Angesichts dieser Situation wollen die Markthallen den Standort nun schnellstmöglich auflösen. 

Der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach wollte diesem Vorgehen auch zustimmen. Doch dann wurde bekannt, dass der verbliebene Händler gerne weiterhin jeden Dienstag dort verkaufen möchte und dass die Kundschaft sich massiv für den Stand einsetzt. Laut Verkäuferin seien die Umsätze gut. Zudem sei der Verkaufswagen direkt vor der Kirche situiert und erhalte von dort auch den Strom. 

Nun plädieren die Stadtteilpolitiker dafür, dass der Händler vom Kreisverwaltungsreferat eine Einzelgenehmigung erhält und sich damit, wie von der evangelischen Lätare-Kirche angeboten, auf den Kirchengrund stellen darf. Auf die Organisation durch die Markthallen verzichte man gerne, wenn dafür der Händler in Neuperlach-Süd bleiben könne.

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