Wasser, Schnee oder Gras?

Spielplatzpläne sorgen in Berg am Laim für Diskussionen

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Im Westpark gibt es bereits einen Wasserspielplatz, jetzt möchte die SPD auch einen für Berg am Laim. Doch es besteht noch Diskussionsbedarf.

Mit rund 4,7 Einwohnern pro Quadratmeter ist München die engste Stadt Deutschlands. Und trotzdem findet sich ab und an noch ein unbebautes Fleckchen. An der Mutschellestraße, auf Höhe der Hausnummer 30, zum Beispiel. Die brach liegende städtische Grünfläche dient derzeit bestenfalls als Hundetoilette. Die SPD Berg am Laim wüsste Besseres damit anzufangen.

Erster Versuch: eine Kita. „Zu klein“ befanden Vertreter des Referats für Bildung und Sport bei einem Treffen mit dem Unterausschuss Bildung des BA 14. Zweiter Versuch: ein Wasserspielplatz. „Wir wollen aber nicht nur eine Spiel- fläche für Kleinkinder, sondern einen attraktiven Aufenthaltsort für Jugendliche,“ so Antragsteller Alexander Friedrich (SPD). Ein reiner Sommerspielplatz soll es aber nicht werden. „Winterfest“ müsse der neue Wasserspielplatz sein, sprich, auch ohne Wasser funktionieren. Gegenwind kommt von der CSU: Spielplatz ja, Wasser nein. Für Anton Spitlbauer sen. sei ein Wasseranschluss „kein Muss“. Genauso wenig wie eine Zupflasterung. „Einige Spielgeräte am Rande gehen in Ordnung. Solange ein bisschen Grün bleibt“, so Fabian Ewald (CSU). Rückendeckung bekommt die CSU von einem Anwohner an der Mutschellestraße, der die Grünfläche bisher immer als Schneeablade im Winter genutzt hat: „Wasser wird immer kostbarer und sollte nicht verspielt werden.“ BA-Vorsitzender Robert Kulzer beschwichtigt: „Es gibt kaum eine Gegend, die mehr Wasser zur Verfügung hat, als Oberbayern.“ Doch der Bürger hat nicht nur Bedenken wegen der Wasserverschwendung, sondern auch der Sicherheit wegen. „Ein Spielplatz so nah an der Fahrbahn. Ich bin Notarzt und hab‘ schon Szenen gesehen, die keiner sehen sollte.“ Nächster Konter von Kulzer. Es gäbe nur wenige Ort in Berg am Laim mit weniger Verkehr als auf der Mutschellestraße. Man denke nur an die Kreillerstraße oder die Berg-am-Laim-Straße.

Zu viele Ideen, zu wenig Konsens – der Antrag wurde vertagt. Bei einem Ortstermin soll die begehrte Grünfläche genauer inspiziert werden. 

ak

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