Sebastian-Bauer-Straße ist ein Gefahrenherd für Schulkinder

Zufahrten einfach zumachen

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Die Zufahrt vom Pfanzeltplatz zur Sebastian-Bauer-Straße zumachen — so lautet eine neue Idee, die für mehr Schulwegsicherheit sorgen soll.

Steter Tropfen höhlt vielleicht irgendwann einmal doch den Stein. Zum x-ten Mal fordert der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach Verbesserungen für Fußgänger auf der Sebastian-Bauer-Straße. Ein Perlacher Bürger überrascht mit neuen Ideen.

An manchen Stellen bleiben den Fußgängern auf der Sebastian-Bauer-Straße gerade mal 50 Zentimeter Gehwegbreite. Parken dort auch noch Fahrzeuge, muss man sich entweder zwischen Zaun und Seitenspiegel durchzwängen oder mit Rollator und Kinderwagen auf die Straße ausweichen.

Seit Jahren beschweren sich Bürger und Bezirksausschuss gebetsmühlenartig über die katastrophale und gefährliche Situation auf der Strecke zwischen Schneckestraße und Pfanzeltplatz, die auch als offizieller Schulweg gilt. Die Stadt kennt die Probleme und hat sie zuletzt bei einem Ortstermin im November wieder bestätigt. Trotzdem passiert einfach nichts.

Der Bezirksausschuss fordert in einem Antrag aller Parteien und Fraktionen nun abermals eine schulweggerechte Verbreiterung des Gehwegs. Und zwar schnellstmöglich und gegebenenfalls auch vorübergehend, bis man eine umfassende Planung vorlegen kann. Auch wenn dabei etliche Parkplätze verloren gehen.

Der Perlacher Siegfried Mössner hat dem Stadtteilparlament einige Ideen zu dem Thema unterbreitet. Seine Anregung: Die Zufahrten zur Sebastian-Bauer-Straße am Pfanzeltplatz sowie an der Fasangartenstraße komplett sperren. Es ginge dann nur noch von der Unterhachinger- und Scherbaumstraße über die Specklstraße in das Gebiet. Die Ausfahrten zum Pfanzeltplatz und zur Fasangartenstraße sollen bestehen bleiben. So könnte man sich nach Ansicht Mössners den gesamten Durchgangsverkehr auf der Strecke vom Leib halten. Anschließend könnten dann die Gehwege entsprechend verbreitert werden. Alle danach noch verbleibenden Parkplätze sollten nur noch eine Stunde Parkzeit erhalten.

„Eine solche Entscheidung erfordert Mut“, gibt Mössner zu. Im Bezirksausschuss äußerte man sich vorsichtig zu den Ideen. Vor einer eventuellen Realisierung der angeregten Straßen- und Zufahrtssperren sollte sorgfältig geprüft werden, ob sich hierdurch nicht eine Verlagerung des Durchgangsverkehrs auf Ausweichrouten über die angrenzenden Wohngebiete ergeben könnten. Das sei auf jeden Fall zu vermeiden. Carmen Ick-Dietl

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