Die Schüler des Neuperlacher Förderzentrums errichten Holzpodeste und Gemüsebeete

Pausenhof der Selbermacher

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Beim Bau der Holzpodeste waren die Schüler tatkräftig dabei. Ein gemütlicher Pausenhof ist ja auch schön.

Das Sonderpädagogische Förderzentrum am Gerhart-Hauptmann-Ring hat einen ganz besonderen Pausenhof. Fast alles hier haben die Schüler selbst gebaut. In Zusammenarbeit mit der BayWa-Stiftung und dem Verein Urbanes Wohnen entstanden dieser Tage Holzpodeste.

Nur etwa einen Monat dauerte es, bis aus einer Idee eine Gemeinschaftsaktion wurde. Die 

Planung übernahm der Verein urbanes Wohnen, Unterstützung und Finanzierung kamen von der BayWa-Stiftung und für die Durchführung waren die Schüler zuständig. 

Gemeinsam mit Helfern aus den Reihen der beiden Projektpartner errichteten die Jugendlichen die neuen Entspannungsoasen des Förderzentrums. Beim fleißigen Abmessen und Schrauben offenbarte sich auch das handwerkliche Talent, das einige Schüler mitbrachten. Nicht zum ersten Mal steuerten die Schüler selbst etwas zu ihrem Pausenhof bei. Hier befnden sich bereits ein Holzapavillion, mehrere Sitzgarnituren, Stehtische und sogar en Grill – alles stammt aus Projekten mit den Jugendlichen.


Die BayWa-Stiftung fördert Schulprojekte in ganz Bayern. Besonders ans Herz gewachsen ist den Mitarbeitern aber das Sonderpädagogische Förderzentrum München Süd-Ost, für das sie seit 2010 als Paten funktionieren. 

Dabei werden alle Klassen individuell gefördert zum einen durch Projekte wie heilpädagogischem Reiten, zum anderen durch die Bereitstellung von Praktika im Unternehmen oder Betriebsbesichtigungen. Mit drei bis vier Aktionen pro Jahr werden so alle Jugendlichen angeleitet und zusätzlich unterstützt.


Von den Schülern wurde das Projekt sehr positiv aufgenommen. Die freiwilligen Helfer zu finden, war also kein Problem. Mit Geschick und Begeisterung bearbeiteten die Jugendlichen das besonders witterungsbeständige Holz und zeigten dabei Teamgeist und  Talent. Einen ansprechenden und gemütlichen Pausenhof hat ja auch jeder gern. 

Die jungen Köche der Schülerfirma bedankten sich anschließend noch mit einem leckeren Mittagessen bei allen, die mitgeholfen haben. 


Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der gesunden Ernährung. Den Anstoß gab die Beobachtung einiger Lehrer, dass viele Schüler ohne Frühstück und Pausenbrot in die Schule kamen und so Konzentrationsprobleme hatten.

Von der BayWa werden seitdem gemeinsame Frühstücke mit Vollkornsemmeln organisiert. Jetzt folgt der nächste Schritt: unter Anleitung von Stiftungsmitarbeitern werden Gemüsebeete bepflanzt und anschließend von den Schülern gepflegt. Sie bekommen dazu natürlich alle Informationen, de sie brauchen. Welches gemüse wird wann gesät? wann kann geerntet werden? Was mache ich bei Schädlingsbefall?

Ziel ist es, ein Bewusstsein für gesunde Ernährung und die Arbeit, die dahinter steckt zu schaffen. 


„Unser Ziel ist es nicht, dass jeder hier seinen Abschluss macht, sondern, die Kinder und Jugendlichen möglichst bald wieder auf eine Regelschule schicken zu können“, erklärtClaudia Gottfried, Konrektorin des Sonderpädagogischen Förderzentrums, das Konzept der Schule.

Hilfestellung bekommen hier Jugendliche, die zum Beispiel unter Konzentrationsschwächen leiden. Außerdem wird viel durch praktisches arbeiten gelernt und die Lehrer unterstützen die Schüler dabei, ihre Stärken herauszufinden. Denn das ist ein entscheidender Faktor bei der Berufswahl. 

Und vielleicht hat der ein oder andere Schüler beim Errichten der Podeste eine neue Leidenschaft entdeckt.

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