Im Schneckentempo durch das Nadelöhr

Staufalle neue Tramlinie

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Nadelöhr: Entlang der Truderinger Straße wird’s derzeit eng für Radler und Autolenker. Bei der Momentaufnahme am Freitagabend fließt der Verkehr wenigstens. Zu den Stoßzeiten ist er

Zwischen Steinhausen und dem S-Bahnhof Berg am Laim wird derzeit heftig an der Schaffung einer neuen Trambahnstrecke gewerkelt. Ende des Jahres sollen hier die Bahnen fahren. Derzeit ist vor Ort und durch die Truderinger Unterführung weiter nach Berg am Laim aber vor allem Geduld für die Autofahrer angesagt.

Im Februar erfolgte der erste Spatenstich. Mittlerweile wird entlang der rund 1,4 Kilometer langen Trambahn-Tangente entlang der Einstein- und Truderinger Straße, die künftig auf Steinhauser Flur zwischen dem neu entstehenden Quartierszentrum „Bogenhausener Tor“ am Vogelweideplatz und dem S-Bahnhof Berg am Laim mit Schienenverkehr verbinden soll, heftig gewerkelt. Übergeordnet  wird der S-Bahnhof Berg am Laim damit auf kurzem Tram-Weg  mit dem Max-Weber-Platz verbunden.

Bereits im Dezember diesen Jahres sollen auf dem wichtigen Teilstück Trambahnen verkehren. Derzeit zeigt sich, dass eine Maßnahme dieser Größenordnung entlang eines stark frequentierten Terrains wie der Truderinger Straße, der Hultschiner Straße und weiter nach Süden durch die Truderinger Unterführung nach Berg am Laim einen gewaltigen Kraftakt darstellt. Vielfach ist Dauerstau für jene Verkehrsteilnehmer angesagt, die entlang der stadtauswärtigen Einsteinstraße weiter auf die zur Einbahnstraße umdefinierten Truderinger Straße und durch den Straßentunnel nach Berg am Laim verkehren. Denn die vorbereitenden Arbeiten vor dem eigentlichen Gleisbau, die sogenannten Sparten, werden derzeit verlegt. Entlang der Einsteinstraße muss etwa die Verkehrsführung verzweigt werden, um wichtige Leitungen, Rohre und Kabel ins Erdreich einbetten zu können. Das läuft abschnittsweise – wie dann auch der Verkehr. Das gleiche gilt für das schmale Anschlussteilstück der Truderinger Straße, wo derzeit vor allem wechselnde Erdaushube und schmale, von Verkehrsbaken begrenzte Trassenführung an der Tagesordnung ist. Besonders zu den Stoßzeiten wird hier mehr gestanden als gefahren. Das liegt auch am sensiblen Endpunkt der Tramplanungen.

Nördlich des Berg am Laimer Bahnhofs an der Hultschiner Straße soll eine große Wendeschleife entstehen. Derzeit ist das Gelände dort aber noch Heimstätte für den Erdaushub. Autofahrer auf dem Weg nach Süden kommen hier kurz vorbei, ehe sie in die Truderinger Unterführung einbiegen. An deren Südende wurde das Kreuzungskonstrukt zur Truderinger- und Baumkirchner Straße im Zuge der Überplanung des Neubaugebietes  Baumkirchen Mitte südlich der Bahnlinie umgebaut. Den freilaufenden, zeitsparenden Abbieger zur Truderinger Straße gibt es nicht mehr. Hier regelt eine Vollkreuzung den Verkehrsfluss – derzeit oft eher den Verkehrsstau.Es gibt noch Steigerungspotential: Die sensible Gemengelage könnte sich noch verschärfen, wenn im Zuge einer früher bereits geplanten Tunnelsanierung die Bahn die Unterführung für geschätzte zwei Monate Sanierungsdauer komplett abhängt und der Verkehr umgeleitet werden muss. Aber: Dieses Projekt soll entgegen der ursprünglichen Planungen nach übereinstimmender Sicht der Stadtplaner und der Bahn erst in einigen Jahren realisiert werden.

Harald Hettich        

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