„Schau, schau, wias regna tuat“

Musik und Gesang gibt es beim Berg am Laimer Wirtshaussingen. Foto: Karl Hirt

Passend zum Wetter der letzten Wochen hat der Bezirksvolksmusikpfleger Ernst Schusser schon ein Lied für das 5. Berg am Laimer Wirtshaussingen am 18. Januar, ab 19.30 Uhr, in der Sportgaststätte an der Fehwiesenstraße 117 herausgesucht.

Im Vordergrund des Programms stehen diesmal bekannte, beliebte und weit verbreitete Lieder aus der bairischen Überlieferung wie „das Loisachtal“, der „Dudlhofer“ oder „der Steirerbua“, von denen oftmals nur noch ein oder zwei Strophen im Gedächtnis verblieben sind und die es wert sind, wieder mal in voller Länge zu erklingen. Aus der Sammlung des oberbayrischen Volksliedsammlers Kiem Pauli (1882 – 1960) wird das Lied „in da Fruah, wann da Hoh macht an Krahra“ (in der Frühe, wenn der Hahn einen Schrei tut) gesungen und auch vom früheren Volksmusikpfleger des Bezirks Oberbayern, Wastl Fanderl, sind einige Lieder dabei. Auch „Preiß’n“ sind zugelassen So ein Wirtshaussingen ist aber nicht nur auf die begrenzt, die mit dem altbayerischen Dialekt vertraut sind. Auch „Preiß’n“ sind zugelassen, denn da geht’s locker zu und es gibt keinen Zwang zur Perfektion. Gesellig und lustig soll es sein und eine „mordsdrumm Gaudi“. Ernst Schusser bringt nicht nur seine Frau und Mannschaft mit, die bestens eingesungen ist und sich zur Unterstützung im Saal verteilt, sondern auch Liederhefte für alle, damit auch alle die gleiche Strophe singen und den Text nicht durch ein Lalala ersetzen müssen. Zwischendurch treibt er seine Späße, vorzugsweise auf Kosten seines Verbindungsmannes zum Bezirkstag von Oberbayern, dem ortsansässigen Bezirksrat Anton Spitlbauer, der die Veranstaltung zusammen mit dem Maibaumverein mitorganisiert hat. Als besonderes „Schmankerl“ ist auch der Berg am Laimer Uhrmachermeister Karl Müller mit seiner selbst gebauten Drehleier zu hören. Dieses Instrument mit nur einer Seite, die einen langgezogenen, klagenden Laut von sich gibt, war schon im Mittelalter beliebt. Müller singt dazu mit zarter Stimme schaurige Moritaten, Ritterlieder oder das Endloslied von der Maus. Eintritt frei Ab 18 Uhr ist das Lokal geöffnet und Erna und Günther bringen mit ihren 2 Quetsch’n als „die Oabiwergler“ die Gäste schon in Stimmung. Speis und Trank wird dann auch schon gereicht, denn für so etwas hat man hernach nicht mehr Zeit, wenn gegen 19.30 Uhr die Korona aus dem Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern in Bruckmühl anrollt. Der Eintritt zu dieser Gaudi ist wie immer frei. Auch wenn das gesamte Lokal samt dem angebauten großen Nebenzimmer dafür zur Verfügung steht, sollte man nicht warten bis es nur noch Stehplätze gibt.

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