Ein weiterer Schritt für das neue Viertel

Rohbau des NEO in Baumkirchen Mitte steht

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Der Rohbau des mulifunktionalen Gebäudes NEO in Baumkirchen Mitte ist fertig.

Das Richtfest wurde gefeiert, die Reden gehalten, die Richtkrone erhoben: Ein weiteres Stück des Viertels im Viertel in Berg am Laim ist fertiggestellt. Und markiert somit einen weiteren Meilenstein für das Viertel im Viertel.

Das Büro- und Hotelhochhaus NEO in Baumkirchen Mitte war von Anfang an als Auftakt des neuen Viertels, aber auch als Wahrzeichen geplant worden. Vor allem durch die neun Turmgeschosse des Gebäudes sticht es aus dem neuen Viertel heraus. Projektleiter Norbert Stanglmayer lobte die Zusammenarbeit mit der „europäischen Avantgarde“ beim Bau des NEO-Gebäudes. „Nachhaltigkeit spielt hier eine besondere Rolle“. So wurde schon bei der Planung des Viertels Baumkirchen Mitte die Problematik der Flächenversiegelung berücksichtitgt: Gleich neben den Gebäuden befindet sich zwischen den S-Bahnhöfen Berg am Laim und Leuchtenberg- ring ein großzügiger Grünzug mit 61.650 Quadratmetern, der nicht bebaut wurde, und auf den Gebäuden werden Dachgärten angelegt. An dieser Stelle haben man so durch die Bebauung des Gebiets nichts verloren, sondern Grünflächen gewonnen, erklärte der zweite Bürgermeister Manuel Pretzl. Auch über das Design der Gebäude zeigte er sich begeistert: „Diese Architektur ist eine Bereicherung für München“, so Pretzl. Tatsächlich unterscheidet sich die Bebauung des neuen Quartiers von gängigen Neubauten: Die Gebäude verlaufen teilweise geschwungen. Auch die Wohnhäuser haben beim Anblick einen leichten Hotel-Flair.

Die Verknüpfung von Funktionalität und ansprechender Gestalt sei in diesem Teil der Stadt besonders gut erwirklicht. Auch die Gesamtplanung des Viertels sei besonders gut gelungen. Baumkirchen Mitte biete mit dem Einkaufszentrum alles, was man im täglichen Leben braucht. Auch für den ESV München-Ost gibt es in Baumkirchen Mitte einen Platz.

Die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel macht ein Auto oftmals überflüssig: Am Marienplatz ist man beispielsweise innerhalb von zwölf Minuten mit der S-Bahn, mit der U-Bahn innerhalb von sieben Minuten an der Messe. Letzteres ist sicherlich auch für die zukünftigen Gäste im Hotel des NEO interessant. „Baumkirchen Mitte bildet eine kleine Version der ganzen Stadt ab“, so Bürgermeister Pretzl. Auch, wenn Baumkirchen Mitte wie ein kleines Viertel für sich wirkt, hat es auch für den Rest Berg am Laims Konsequenzen. „Von den zwei Kitas profitieren auch die Bewohner des umliegenden Viertels“, erklärte Pretzl.

Das NEO soll zusammen mit dem Rest des Quartiers Wohnen, Arbeiten und Freizeit verbinden. In das Erdgeschoss des Gebäudes soll die Lobby des darüberliegenden Hotels, das 143 Zimmer haben wird, gebaut werden. Zusammen mit einem Café, einer Bar und einem Deli soll es jedoch auch ein Raum für Anwohner und die Arbeitenden in ebenfalls integrierten Büros werden. In der Landschaftslounge auf halber Höhe des NEO soll ein durchgehender Tresen zu Gesprächen mit Aussicht einladen. Im Workfloor sollen passende Arbeitsatmosphären geschaffen werden, aber auch Rückzugsmöglichkeiten und kommunikative Bereiche für kleinere und größere Teams. Insgesamt sollen 9000 Quadratmeter für Büros zur Verfügung stehen. Auf der obersten Etage, der Terasse, sollen Meetings einen passenden Rahmen erhalten. Die Tiefgarage soll nicht nur Parkplätze bieten, sondern auch Zapfsäulen für E-Autos.

Mit dem Viertel im Viertel bekommt der Name Baumkirchen wieder ein Gesicht. Das bereits im Jahre 870 erwähnte Pfarrdorf befand sich rund um die katholische Kirche St. Stephan, die als einziges Monument an das alte Dorf erinnert. Seit 1913 als Teil von Berg am Laim eingemeindet, geriet die Bezeichnung Baumkirchen in Vergessenheit. Mit der Neugestaltung des Viertels erwacht Baumkirchen wieder und reiht sich neben dem Werksviertel und der Macherei in die Reihe der neuen, durch Modernität geprägten Aushängeschilder Berg am Laims ein.

Die Fertigsstellung des komplexen Gebäudes soll noch dieses Jahr erfolgen. Der Bau des Rohbaus lief zumindest bereits planmäßig ab. „Aus Sicht der Stadt ist das ein guter Tag“, zog Bürgermeister Pretzl das Fazit zum Richtfest und wünschte vor allem den Bauarbeitern eine schöne Feier.

Pia Getzin

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