Hier entlang mit der Tram

Ramersdorf: Zugang zum Tram-Betriebshof über die Ständlerstraße

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Mehr Trambahnen – mehr Betriebshöfe. Doch der Neubau neben dem MVG Museum wirft auch Fragen auf: etwa nach dem Verbleib des SV Stadtwerke und nach der Zu- und Abfahrt der Bahnen zum künftigen Betriebshof (Symbolbild).

Ein neuer Trambetriebshof soll kommen. Neben dem Problem für die SV Stadtwerke, die wohl ihre Sportflächen verlieren, könnten auch die Zufahrtsmöglichkeiten zu Schwierigkeiten führen.

Ramersdorf – Bereits im August 2017 hatte die CSU im Stadtrat den Antrag zur Prüfung der Zufahrtsmöglichkeiten zum künftigen Trambetriebshof zwischen Ständler- und Lauensteinstraße gestellt. Darin erfragen die Stadträtinnen Sabine Pfeiler und Beatrix Burkhardt, ob es möglich sei, den Trambetriebshof über eine neue Trasse von der Endstation Schwanseestraße entlang der Ständlerstraße zu führen. 

Bisher sei die Ab- und Zuführung der Trambahnzügen ausschließlich über die Trasse auf der Aschauer Straße geplant. Dabei sei jedoch eine Lärmbelästigung und auch eine Behinderung des Verkehrs auf der Chiemgaustraße zu erwarten, so die Stadträtinnen in ihrem Antrag.

Die aktuell geplante Anbindung über die Aschauer Straße könne innerbetrieblich als Störfallalternative eingesetzt werden, erklären Burkhardt und Pfeiler. Allerdings sei auch dann der Lärmschutz und die veränderte Situation durch die neue Schule an der Aschauer Straße zu beachten.

Außerdem sollen die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) prüfen, ob die vorgeschlagene Schienenführung über die Ständlerstraße eine effiziente Ergänzung für weitere Trambahnplanungen im Stadtbezirk allgemein bedeuten könnten.

SWM und MVG erteilten der Idee jedoch nun eine Absage. „Die Planung der SWM/MVG für die Einrichtung eines Straßenbahnbetriebshofs auf dem vorhandenen Betriebsgelände an der Ständlerstraße basiert auf der vorhandenen Straßenbahninfrastruktur“, heißt es im Antwortschreiben der SWM und MVG. Für die Anbindung von der Hauptwerkstatt zum Betriebshof werde auf die vorhandene Strecke zurückgegriffen.“

Da eine Betriebsstrecke mit ausreichender Leistungsfähigkeit als Anbindung des zukünftigen Betriebshofs an das Straßenbahnnetz vorhanden und rechtlich gesichert ist, ergibt sich auch unter der Vorgabe sparsamer Mittelverwendung keine notwendige Planrechtfertigung, die Betriebsstrecke in der Aschauer Straße aufzugeben beziehungsweise hierfür an anderer Stelle eine Strecke für das selbe Betriebsprogramm zu erstellen“, so die SWM und MVG.

Zu der veränderten Situation an der Aschauer Straße durch den Schulstandort, erklären die Stadtwerke und die Münchner Verkehrsgesellschaft, dass die Betriebsgenehmigung für die Strecke vorliege. Die Planungen der Schule müssten sich demnach den Gegebenheiten durch die Straßenbahnstrecke anpassen und nicht umgekehrt.

MVG und SWM erklären in ihrer Antwort an die Stadträtinnen Burkhardt und Pfeiler, dass ohnehin keine Straßenbahnstrecken im Umfeld der Ständlerstraße geplant seien. Deshalb könne ein Neubau einer Straßenbahnstrecke an der Ständlerstraße damit nicht begründet werden.

pg

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