Ja zu einer Interimslösung

Tram-Werkstattgebäude an der Ständlerstraße in Ramersdorf

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Die denkmalgeschützte Montagehalle auf dem Gelände an der Ständlerstraße ist wegen schwerer Schäden für die Nutzung als Werkstatt gesperrt.

Grünes Licht für eine Interimslösung für Werkstattgebäude der Straßenbahnhauptwerkstätte an der Ständlerstraße: Die Regierung von Oberbayern hat ihre Zustimmung erklärt.

Ramersdorf – Um ausreichende Abstellkapazitäten und Werkstattplätze für ihre Trambahnen zu schaffen, wollen die Stadtwerke München (SWM) auf dem Gelände der MVG-Straßenbahnhauptwerkstätte an der Ständlerstraße provisorische Werkstattgebäude errichten. Geplant sind drei große Interimshallen mit innenliegenden Montage- und Krananlagen im südwestlichen Bereich des Geländes. Davon soll eine als Werkstatt für Drehgestelle, eine als Werkstatt für Fahrzeuge und eine dritte als Lagerhalle genutzt werden. Die Regierung von Oberbayern hat das Vorhaben mit Planfeststellungsbeschluss jetzt genehmigt.

Derzeit existieren im Stadtgebiet zwei MVG-Werkstätten an den Standorten Ständlerstraße und Einsteinstraße. Aufgrund des Anstiegs der Fahrgastzahlen sind diese bis an ihre Kapazitätsgrenzen ausgelastet. Hinzu kommt, dass die denkmalgeschützte Montagehalle auf dem Gelände an der Ständlerstraße wegen struktureller Schäden gesperrt wurde. Untersuchungen zu Sanierungsmöglichkeiten und die Planung von Neubauten erfordern einen größeren Zeitbedarf. Um die Versorgungssicherheit des öffentlichen Personennahverkehrs zu gewährleisten, ist daher eine Interimslösung auf dem Gelände an der Ständlerstraße erforderlich. Die Inter-

imshallen befinden sich auf der Westseite des Geländes der Straßenbahnhauptwerkstätte und damit im größtmöglichen Abstand von dem im Osten angrenzenden Wohngebiet.

Die Arbeitsstände in der Fahrzeugwerkstatt werden durch den Bau einer Gleisharfe an ein Gleis der vorhandenen Gleisanlage angebunden. Zusätzlich werden zwei Personalcontainer mit Sanitär- und Sozialräumen aufgestellt. Als Maßnahmen des Natur- und Artenschutzes werden umfangreiche – mehr als 5000 Quadratmeter große – Flächen zwischen der Straßenbahnhauptwerkstätte und den westlich daran angrenzenden Bahngleisen begrünt. Sie werden durch Steinhaufen, Totholz und Sandablagerungen als Lebensraum für Zauneidechsen, Wildbienen, Heuschrecken und Tagfalter gestaltet. Zudem erfolgt ein naturschutzfachlicher Ausgleich auf externen, in der Umgebung liegenden Flächen der Bayerischen Staatsforsten.

Im Rahmen des Verfahrens wurden verschiedene Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange angehört sowie der Plan öffentlich ausgelegt. Innerhalb der Einwendungsfrist hatten private Grundstücksnachbarn Einwendungen erhoben, die insbesondere betriebs- und baustellenbedingte Immissionen und Baustellenverkehr betrafen.

Die Rechte und Belange betroffener Anwohner bleiben durch besondere Auflagen und gesetzliche Regeln in vollem Umfang gewahrt.

Der Planfeststellungsbeschluss ist auf der Internetseite der Regierung von Oberbayern (www.regierung.oberbayern.bayern.de) abrufbar.


Mehr über Ramersdorf und den Münchner Osten gibt es in der Übersicht.

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