Schnelles Handeln nötig

Hochäckerstraße in Ramersdorf: Sicherheit von Schulwegen soll verbessert werden

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Mehr der Beschleunigung der Buslinie 139 als der Sicherheit der Fußgänger dient die bestehende Ampel an der Balan-/Hochäckerstraße.

Eher beschaulich. Diese Aussage trifft auf die Hochäckerstraße längst nicht mehr zu. Denn mit dem Neubaugebiet hat auch der Verkehr deutlich zugenommen. Und stellt eine Gefahr für die Schulkinder dar. Eltern haben deshalb beim Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach Sofortmaßnahmen gefordert.

Die Eltern sehen ihre Kinder, derzeit etwa 60 Schüler der zweiten bis vierten Klasse, ab dem nächsten Schuljahr auch ABC-Schützen, auf der Hochäckerstraße in großer Gefahr. Denn seit dem Bezug des Neubaugebiets hat der Autoverkehr auf der Straße, auf der Tempo 50 gilt, deutlich zugenommen. Und die müssen die Kinder auf ihrem Weg zur Balanschule oder zum Hort an der Kopischstraße queren. Allerdings ohne geeignete Hilfe. Eine Ampel fehlt, es gibt lediglich Zebrastreifen. Nur an der Einmündung zur Balanstraße regelt eine „Lichtzeichenanlage“ den Verkehr — aber nur auf einer Seite der Hochäckerstraße. Und eigentlich dient sie weniger der Sicherheit der Fußgänger als der Beschleunigung der Buslinie 139. Denn sie sorgt dafür, dass der Bus von der Balan- links auf die Hochäckerstraße abbiegen kann, ohne möglichen Gegenverkehr abwarten zu müssen.

Zum Schutz ihrer Kinder wünschen sich die Eltern dort deshalb eine Vollampel. Deren Notwendigkeit sieht sogar das Kreisverwaltungsreferat und hat ihren Bau zugesagt. Doch die entscheidende Frage ist das Wann. Denn einen Zeitpunkt für die Errichtung der Ampel hat die Behörde nicht genannt.

Für die betroffenen Eltern ein Unding. Sie wollen nicht warten, bis sich vielleicht ein Schulwegunfall ereignet. Im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach forderten sie deshalb Sofortmaßnahmen wie das Aufstellen einer mobilen Anlage.

Eine Forderung, der sich das Gremium einhellig anschloss. „Mit Nachdruck“ müsse das Anliegen der Eltern bei der Stadt vertreten werden, betonten die BA-Mitglieder, die aber auch andere Möglichkeiten einer Verkehrsberuhigung in Betracht zogen. Dazu zählte auch der Vorschlag, die zulässige Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zu reduzieren. Doch dem stehen die gesetzlichen Vorschriften im Weg. Tempo 30 ist nur direkt vor Kindergärten und Schulen zulässig, nicht in deren Einzugsbereich. So bleibt nur die Hoffnung, dass die Stadt schnell reagiert und mit einer Ampel für mehr Schulwegsicherheit sorgt.

fit


In Ramesdorf-Perlach feierte der Hospizverein sein 15-jähriges Jubiläum - dass der Verein das den Namen des Stadtbezirks trägt, ist keine Selbstverständlichkeit.

In Neuperlach feierte das Georg-Brauchle-Haus sein 50-jähriges Bestehen. Der Seniorenstift setzt dort seit einem halben Jahrhundert ein alternatives Konzept um.

Mehr über den Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach gibt es auf der Übersichtsseite.

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