Straßenübergang zu risikoreich

Querungshilfe für Ottobrunner Straße in Ramersdorf-Perlach gefordert

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Notfalls könnte sogar eine mobile Querungshilfe für mehr Sicherheit auf der Otto­brunner Straße sorgen.

Sorgen um die Fußgänger auf der Ottobrunner Straße macht sich der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach. Deshalb soll die Stadt auf Höhe des Diakon-Kerolt-Wegs umgehend eine Querungshilfe einbauen.

Ramersdorf-Perlach – „Ohne weitere Verzögerungen“ soll die Landeshauptstadt München auf der Otto­brunner Straße auf Höhe der Haltestelle Diakon-Kerolt-Weg eine Querungshilfe einrichten, heißt es in einem Antrag der SPD-Fraktion. Damit greifen die Sozialdemokraten eine alte Forderung des Bezirksausschusses auf. Denn bereits im Jahr 2013 hatte das Gremium eine solche Querungshilfe beantragt. Und die wurde damals vom Baureferat sogar positiv beschieden.

Allerdings machte die Stadt auch eine entscheidende Einschränkung: „Um die Querungshilfe verkehrssicher zu situieren, muss die Haltestelle Diakon-Kerolt-Weg verschoben werden. Dies löst erhebliche Umbaumaßnahmen im öffentlichen Straßenraum aus“, teilte das Baureferat seinerzeit dem BA in seiner Stellungnahme mit. Und weiter: „Das Baureferat baut Zug um Zug im Rahmen der finanziellen und personellen Kapazitäten die bestehenden Haltestellen gemäß einer Priorisierungsliste barrierefrei aus. Beim barrierefreien Umbau der Haltestelle Diakon-Kerolt-Weg wird die von ihnen gewünschte Querungshilfe in der Objektplanung mit berücksichtigt.“

Doch die „finanziellen und personellen Kapazitäten“ waren in den vergangenen sechs Jahren offensichtlich nicht vorhanden. Denn die Querungshilfe steht immer noch nicht. Und dies, obwohl, so Antragstellerin Andrea del Bondio, das Verkehrskehraufkommen auf der Ottobrunner Straße seit 2013 nochmals erheblich gestiegen sei. Damit habe sich auch das Gefahrenrisiko der Fußgänger bei der Straßenquerung an dieser Stelle deutlich erhöht. „Während der verkehrsstarken Zeiten können Fußgänger, insbesondere Ältere, Mobilitätseingeschränkte sowie Mütter und Väter mit Kleinkindern die gesamte Fahrbahnbreite regelmäßig nicht in einem Zug sicher überschreiten“, stellt die SPD-Politikerin fest. Zudem sei durch bauliche Nachverdichtungsmaßnahmen und die Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters in diesem Bereich die Zahl der Straßenquerungen von Fußgängern deutlich gestiegen.

„Wegen der besonderen Schutzbedürftigkeit der Fußgänger als schwächste Gruppe der Verkehrsteilnehmer sind weitere Verzögerungen bei der Einrichtung der Querungshilfe nicht mehr hinnehmbar“, betont del Bondio in ihrem Antrag. Deshalb macht sie auch einen Alternativvorschlag. Sofern der barrierefreie Umbau der Haltestelle Diakon-Kerolt-Weg und der Bau einer „festen“ Querungshilfe in nächster Zeit nicht vorgesehen seien, sollte zumindest eine „mobile“ Querungshilfe eingerichtet werden. Diese Inselelemente seien eine einfache Möglichkeit, für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen. Denn sie würden einfach auf die Straße aufgelegt, ausgerichtet und gegen ein mögliches Verschieben verankert.

Mehr Sicherheit für Fußgänger ohne großen Aufwand – ein Vorschlag, dem sich das Gremium einstimmig anschloss. 

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