Ein Fehler im System

Hausmeistersystem der Gewofag ruft Stadträte auf den Plan

Die Neubauten der Gewofag machen vor allem positive Schlagzielen, so wie hier das Azubiwohnheim am Innsbrucker Ring. Doch langjährige Mieter sind nicht alle so glücklich.
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Die Neubauten der Gewofag machen vor allem positive Schlagzielen, so wie hier das Azubiwohnheim am Innsbrucker Ring. Doch langjährige Mieter sind nicht alle so glücklich.

In der jüngsten Sitzung des Mieterbeirats mussten die Vertreter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewofag einstecken. Die Beschwerden wurden nun von den Stadträten aufgegriffen.

Ramersdorf-Perlach/ Berg am Laim – Bröckelnde Balkone und Fassaden, Tauben und Ratten: Von extremen Zuständen bei steigenden Nebenkosten berichteten Bewohner von Gewofag-Wohnungen in Neuperlach und Ramersdorf gegenüber der Tageszeitung

tz

. Der schlechte Zustand der Gebäude und vor allem die Untätigkeit der Hausmeister war ein großes Thema in der vergangenen Sitzung des Mieterbeirats. Grund für die Probleme sei die Umstellung des Hausmeistersystems, wie die

tz

berichtet. Gewofag-Vetreter Michael Schirmer hatte dazu erklärt, dass die Hausmeisterbereiche im Jahr 2014 von 317 auf 26 größere Serviceeinheiten aufgeteilt worden seien. Nun wären drei bis acht Hausmeister für mehrere Gebäude zuständig.

Die Klagen der Mieter riefen nun auch die Stadträte auf den Plan. So stellte Die Linke/Die Partei im Stadtrat weitere Fragen zum Hausmeistersystem der Gewofag. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft soll unter anderem darlegen, wie sich die Zahl der angestellten Hausmeister seit der Umstellung in 2014 verändert hat und bei wie vielen Mietern die Kosten in den letzten drei Jahren über zehn Prozent gestiegen sind. Und auch die CSU richtet Fragen an Oberbürgermeister Dieter Reiter. „Inwieweit führte das umgestellte Hausmeistersystem dazu, dass notwendige Renovierungsmaßnahmen nicht erkannt beziehungsweise nicht durchgeführt wurden“, die CSU-Stadträte wissen.

Gewofag-Geschäftsführer Dr. Klaus-Michael Dengler äußerte sich bereits mit einem Versprechen zu den Vorwürfen. „Bei der Sitzung des Mieterbeirats am Montag waren Prokuristen der Gewofag vor Ort, um sich aus erster Hand zu informieren und Fragen direkt zu beantworten. Offensichtlich ist es uns dabei leider nicht gelungen, Unklarheiten auszuräumen und unser Vorgehen nachvollziehbar darzustellen. Das bedauere ich sehr.“ Deshalb würde er such nun persönlich um die Angelegenheit kümmern. „Wir planen, zeitnah runde Tische einzuberufen, bei denen alle Beteiligten sich offen austauschen. Ich bin überzeugt, dass wir im gemeinsamen Gespräch eine gute Lösung herbeiführen werden“, so Dengler in seinem Statement.

Mehr über Ramersdorf-Perlach gibt es in der Übersicht.

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