Die Geschichte eines Stadtteils

Ramersdorf: Marienwallfahrt, Mustersiedlung, Multikulti

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Bei einer Tour von Stattreisen München kann Ramersdorf ent- decken Teilnehmer den Stadtteil Ramersdorf.

Marienwallfahrt, Mustersiedlung, Multikulti. Am 13. Oktober können Interessierte mehr über Ramersdorf erfahren.

Ramersdorf —  Flugzeuge, die in einer Schule gebaut wurden und ein Motorenwerk, das man abmontierte und mit der Transsibirischen Eisenbahn nach China brachte: In Ramersdorf gibt es erstaunliche Geschichte(n) zu entdecken. Nadja Henle von Stattreisen München erzählt auf einer Führung am Sonntag, 13. Oktober um 16 Uhr davon.

Das bäuerliche Ramersdorf, 1864 eingemeindet, wuchs rasch in Folge des rasanten Bevölkerungsanstiegs in München am Ende des 19. Jahrhunderts. Auf Initiative des Stadtrats Karl Preis — nach dem in dem Viertel 1946 auch ein Platz benannt wurde — wurde 1928 die GEWOFAG gegründet mit dem Ziel, genug Wohnraum für kinderreiche Familien zu schaffen. Die Siedlung Neu-Ramersdorf entstand, die das architektonische Gesicht des Stadtteils entscheidend mitprägte.

Nadja Henle zeigt auf ihrer Tour nicht nur die unterschiedlichen Architekturen, sondern auch, wo 1918 die erste Schule entstand. Die Führichschule war lange nicht ausgelastet, so dass sich der Flugzeugpionier Ernst Udet mit seinen Werkstätten dort niederließ. Im dritten Stock der Führichschule wurden schließlich insgesamt 65 Flugzeuge gebaut. Nicht weit davon befand sich später die Firma Zündapp, die hier bis 1985 Motorroller und Bootsmotoren produzierte. Mit Schließung der Werke wurde die Produktionseinrichtung für 16 Millionen Mark nach China verkauft und dort wieder aufgebaut.

Fast die Hälfte der heutigen Bewohner Ramersdorfs haben ihre Wurzeln im Ausland. Das neue Wohnquartier, das an der Anzingerstraße entstehen soll ist ebenso Thema auf Nadja Henles Tour wie die Traditionswirtschaft Alter Wirt und die Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf. Die Tour beginnt um 16 Uhr am Karl-Preis-Platz am Restaurant Poseidon. Die Teilnahme kostet zwölf Euro, ermäßigt 10 Euro. Mehr Informationen gibt es unter www.stattreisen-muenchen.de.

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