Kids In Fashion-Wien-München 2019

Ramersdorf: Ein kreativer Kopf geht seinen Weg

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Charles Keitha präsentiert zusammen mit einem Model das Kleid, das er selbst entworfen hat.

Maja Höck (15 Jahre) und Viktoria Blum (14 Jahre) sind die Preisträgerinnen des Modewettbewerbes „Kids In Fashion Wien-München“, der mit einer Modenschau im MGC – Modecenter in Wien seinen Abschluss fand. Den 3. Preis erhielt Charles Keitha (17), der in Perlach zur Schule geht.

Kids In Fashion Wien ist ein Designwettbewerb für Kinder und junge Erwachsene von drei bis 23 Jahren, an dem sich jährlich mehrere tausend Kinder und Jugendliche aus Österreich beteiligen und der in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert. Die 60 besten Entwürfe werden von Wiener Modeschulen umgesetzt und von jugendlichen Models in einer professionellen Modenschau präsentiert.

Seit zwölf Jahren gibt es mit einer eigenen „München-Kategorie“ auch für Kinder und Jugendliche aus München und Umgebung die Möglichkeit zur Teilnahme an Kids In Fashion. Maja aus München (Au-Haidhausen) mit ihrem Recycling-Entwurf für ein „Plastiktütenkleid“ und Viktoria aus Ergolding mit einem Kleid zum Thema „Buchmode“ konnten die Jury überzeugen.

Charles Keitha, 17 Jahre alt und Schüler der Städtischen Wilhelm-Busch-Realschule in Perlach, wurde mit dem 3. Preis in der Kategorie der 17- bis 20-Jährigen für sein farblich und vom Schnitt elegant reduziertes Kleid ausgezeichnet. Charles Keitha kam erst vor zwei Jahren mit seinen Eltern aus Sierra Leone nach Deutschland. Sein Lehrer Alexander Klinginger machte ihn auf den Wettbewerb aufmerksam. „Charles ist ein unglaublich kreativer Kopf und man merkt schon an seinem außergewöhnlichen Kleidungsstil, dass er sich für Mode interessiert“, sagt Klinginger. „Mit diesem Wettbewerb wollte ich ihn drauf aufmerksam machen, was alles möglich ist. Gerade jetzt, wo es langsam an die Berufswahl geht, wollte ich ihn motivieren, etwas zu machen, das ihm auch wirklich entspricht.“

Keitha interessiert sich zwar schon lange für Mode, aber dieser Entwurf war sein allererster Versuch eines Modedesigns. „Ich habe meine Mutter gebeten, zu posieren“, sagt er. Die Pose war die Basis für die Zeichnung seiner Figur. „Dann habe ich mit roten Teilen begonnen. Das ist meine Lieblingsfarbe. Dann hab ich auch Blau genommen, das passt zu Bayern.“ Als dritte Farbe fügte er noch einen satten, dunklen Gelbton hinzu.“

Klinginger ist stolz auf seinen Schüler. „Gerade die Schüler in unseren integrativen Klassen haben mit vielen Dinge gleichzeitig zu kämpfen, sie müssen die neue Sprache lernen und viel Schulstoff in kurzer Zeit nachholen. Das geht nur mit viel Ehrgeiz und Motivation. Und beides hat Charles.“ 

lw

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