Bahn frei für Fahrradfahrer

Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach für neue Fahrradstraße

Ramersdorf ist vom Mittleren Ring zerschnitten. An diesem mit dem Rad lang zu fahren, ist für viele zu unsicher.
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Ramersdorf ist vom Mittleren Ring zerschnitten. An diesem mit dem Rad lang zu fahren, ist für viele zu unsicher.

Das Fahrrad gewinnt als Fahrzeug für kurze Strecken in der Stadt an Bedeutung. Im 16. Stadtbezirk soll mehr für eine gute Infrastruktur getan werden.

Ramersdorf – Wie viele Menschen mit dem Rad anstatt dem Auto unterwegs sind, hängt unter anderem von der Radinfrastruktur ab. Auf Fahrradwegen fühlen sich die meisten Radler deutlich sicherer, als wenn sie sich die Straße mit Autos teilen müssen. Dort, wo der Bau von der Fahrbahn getrennten Fahrradwegen nicht möglich ist, ist die Ausweisung als Fahrradstraße eine Alternative. Die Voraussetzung: Fahrräder müssen auf der Straße das vorherrschende Verkehrsmittel, schon jetzt oder voraussichtlich in Zukunft, sein.

Eine solche Fahrradstraße fordert nun der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach (BA). Auf der Wilramstraße sollten Radfahrer demnach auf der gesamten Länge der Straße Vorfahrt haben.

In der Begründung erklären die Initatioren Werner Nüßle, Gunda Wolf-Tinapp, Doris Kubista und Paul Höcherl (Bündnis 90/ Grüne), dass die Kreuzung von Ottobrunner Straße und Innsbrucker Ring von vielen Fahrradfahrern genutzt würde, um über den Mittleren Ring zum Ramersdorfer Ortskern zu gelangen. Zusammen mit der Aribonestraße und der Führichstraße als Fahrradstraßen könnte mit der Wilramstraße eine „eine gute Radverbindung Richtung Werksviertel und Ostbahnhof geschaffen“ werden.

Auf Fahrradstraßen ist das Befahren für Autos, Motorräder und andere Kraftfahrzeuge nur erlaubt, wenn diese als Anlieger die Straße benutzen müssen. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt 30 Kilometer pro Stunde, in jedem Fall müssen Kraftfahrzeugfahrer ihre Geschwindigkeit an die Radfahrer anpassen. Fahrradfahrende Kinder (unter acht Jahren), Inline-Skater und Fußgänger müssen weiterhin den Gehweg benutzen. Durch Zusatzzeichen können andere Regelungen getroffen werden, sodass Rollschuhfahrer oder auch Autofahrer die Straße benutzen dürfen.

Die Wilramstraße als Fahradstraße würde nach Meinung der Antragsteller eine sichere und komfortable Radverbindung vom Ramersdorfer Ortskern bis zur Neuen Balan sowie zur Oberen Au oder über die Werinherstraße nach Obergiesing schaffen.

pg


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