Jugendverkehrsschulen der Münchner Polizei

„Radfahrerführerscheine“ für 12.283 Grundschüler

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Schwerpunkte der praktischen Radfahrerausbildung sind die Regel „rechts vor links“, das Linksabbiegen, Vorfahrtsregelung durch Verkehrszeichen und Ampel als auch die Demonstration der Gefahren des „Toten Winkels“ mit dem Lkw der Jugendverkehrsschule.

„Fahrradfahren“ ist nach wie vor ein beliebter und umweltbewusster Beitrag zur Mobilität im Alltag. Der 2011/2012 weiterhin stark gewachsene Fahrradverkehr forderte aber auch im Jahr 2011 drei tote und 2680 verletzte Radfahrer.

Hinter diesen nüchternen Zahlen verbergen sich viele tragische Einzelschicksale. Das Einhalten der Verkehrsregeln und ein vorausschauendes, partnerschaftliches Fahren sind unabdingbar für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, außerdem kann die Benutzung eines Fahrradhelms schwere Kopfverletzungen verhindern.


Um die Kinder auf die unfallfreie Teilnahme am Straßenverkehr vorzubereiten, führte die Verkehrspolizeiinspektion Verkehrserziehung auch im Schuljahr 2011/2012 an allen 235 Grund-, Förder-, Privat- und muttersprachlichen Schulen der Landeshauptstadt und des Landkreises München das Programm der Radfahrausbildung in den 4. Klassen durch. Dazu waren 24 Verkehrserzieher des Polizeipräsidiums München mit neun Jugendverkehrsschulen im Stadtbereich und drei im Landkreis während des Schuljahres eingesetzt.

12.898 Schüler und Schülerinnen (Stadt München 9750, Landkreis München 3148) nahmen im vergangenen Schuljahr an der Schulung teil. Damit wurden 96,3 Prozent aller ausbildungsfähigen Kinder erreicht. 12.283 Schüler und Schülerinnen, also 95,2 Prozent (Stadt München 9.200, Landkreis München 3.083), haben die theoretische und praktische Prüfung bestanden und sind somit stolze Besitzer des „Fahrradführerscheins“.


Die praktische Ausbildung in den Jugendverkehrsschulen umfasst einschließlich der Prüfungseinheit vier Übungseinheiten im Schonraum und eine Übungseinheit im Realverkehr. Die Teilnahme an der Übungseinheit im Realverkehr setzt grundsätzlich das Bestehen der theoretischen und praktischen Fahrradprüfung voraus.

Schwerpunkte der praktischen Ausbildung sind sowohl die Regel „rechts vor links“, das Linksabbiegen, Vorfahrtsregelung durch Verkehrszeichen und Ampel als auch die Demonstration der Gefahren des „Toten Winkels“ anhand des Lkws der Jugendverkehrsschule. Der „Tote Winkel“ ist der Gefahrenbereich vor, seitlich und hinter einem LKW, der vom Fahrer nicht mit dem Fahrzeugspiegel eingesehen werden kann.


Aber nicht nur die Praxis zählt. Parallel zu den Übungen wird mit der jeweiligen Lehrkraft eifrig die Theorie der Straßenverkehrsordnung gepaukt, die dann abschließend anhand eines Testbogens mit 20 Fragen geprüft wird.

Mit dem Bestehen der theoretischen und praktischen Prüfung erhält jedes Kind eine Urkunde, einen Prüfungsausweis für Radfahrer, einen Fahrradwimpel und einen Aufkleber mit dem Zertifikat „Geprüfter Radfahrer“ ausgehändigt.


Trotz dieser Radfahrausbildung bedürfen die Kinder auch weiterhin der Unterstützung der Eltern und aller anderen erwachsenen Verkehrsteilnehmer. Daher die Bitte der Polizei: „Seien Sie den Kindern stets ein positives Vorbild: Beachten Sie immer die Verkehrsregeln, verhalten Sie sich partnerschaftlich und tragen Sie beim Radfahren, auch zu ihrer eigenen Sicherheit, einen Fahrradhelm.“

Speziell die Zahlen der Schulwegunfälle verdeutlichen eindringlich die Gefahr für Kinder mit dem Fahrrad im öffentlichen Straßenverkehr. Von 103 verletzten Schulkindern im Alter von 6 bis 14 Jahren verunglückten 60, also 58 Prozent, 

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