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Wenn Kinderlachen zum Auslachen wird

Programmratgeber „Flimmo“ klärt über Humor in den Medien auf

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Seit 20 Jahren bringt Spongebob Kinder auf dem Bildschirm zum Lachen. Und selbst außerhalb des TVs scheint die tollpatschige Comicfigur von einem Schlamassel ins nächste zu geraten.

Was Kinder in TV und Internet lustig finden und wo für sie der Spaß aufhört, wollte der Programmratgeber „Flimmo“ des Neuperlacher Vereins „Programmberatung für Eltern“ genauer wissen und hat dazu Acht- bis 13-Jährige befragt. Im Interview spricht die Vorsitzende Verena Weigand über die Ergebnisse.

HALLO: Was finden Kinder im Fernsehen lustig? 

Weigand: Das hängt vom Alter ab. Das Humorverständnis verändert sich ja im Laufe der Entwicklung sehr stark. Wenn Kinder klein sind, lachen sie über Slapstick, komische Grimassen, Tollpatschigkeit und lustige Verkleidungen der Figuren im Fernsehen. Sobald sie in der Schule sind, darf es hintergründig werden. Mit wachsender Lese- und Schreibkompetenz lachen Kinder auch über Sprach- und Wortwitze.

Haben Sie da TV-Beispiele? 

Kleine Kinder sehen gerne Sendungen wie „Mascha und der Bär“, „Peppa Wutz“ oder Clips aus der „Sendung mit der Maus“. Bei den Grundschulkindern sind das eher Zeichentrickserien oder Animationen wie „SpongeBob“, „Tom und Jerry“, „Shaun das Schaf“ und auch schon Sitcoms wie „Die Thundermans“ oder „Henry Danger“.

Und wie ist es bei Jugendlichen? 

Mit etwa 12 oder 13 Jahren ist den Jugendlichen wichtig, sich von den Erwachsenen abzugrenzen. Da kommen auch schon mal etwas respektlosere Gags oder derbe Streiche gut an. Da ist Youtube die Plattform, auf der sie sich bewegen. Aber auch amerikanische Serien wie „The Big Bang Theory“ oder „How I met your mother“ sehen sie gerne.

Sind solche Serien passend? 

Serien wie „How I met your mother“ sind nicht problematisch. Da finden wir von Flimmo die Youtube-Angebote weitaus schwieriger. Das ist auch für Eltern schwer zu überblicken, da sich die Einzelfälle stark unterscheiden. Da gibt es harmlose Streiche, aber auch derbere und sogar gefährliche. Gerade bei den witzigen Videoclips überschreitet das schnell Grenzen.

Was für Grenzen? 

Dass der Spaß oft zu Lasten anderer geht. Wenn jemand dabei gefilmt wird, wie er vom Fahrrad fällt, ist das für den Betroffenen oft nicht lustig, sondern schmerzhaft oder peinlich. Da wird Lachen schnell zum Auslachen. Bei den Mutproben der „Bird-Box-Challenge“ wird es auch gefährlich. In einigen Videos wird gezeigt, wie jemand mit verbundenen Augen Auto fährt oder gegen Wände läuft. Das kann Jugendliche zum Nachahmen animieren. Außerdem bedienen solche Clips einen gewissen Voyeurismus. Das hat nichts mehr mit Humor zu tun, da wird es bösartig und gehässig.

Wie sollten Eltern reagieren, wenn Kinder so etwas anschauen? 

Zumindest bei jüngeren Kindern sollten Eltern vermeiden, dass sie so etwas überhaupt sehen. Aber auch bei Jugendlichen muss darauf geachtet werden, dass es nicht zu viel ist. Wenn Eltern bemerken, dass die Witze zu derbe werden, sollten sie das abschalten. Ansonsten sollten sie mit den Kindern über das Thema Schadenfreude sprechen. Und was ich persönlich für eine schöne Möglichkeit erachte, ist dem Kind zu zeigen, was man selber lustig findet oder als Kind gerne gesehen hat. Wenn Eltern das mit dem Kind zusammen ansehen, haben sie schöne gemeinsame Erlebnisse.

Interview: Lydia Wünsch 

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