„Play the market“

Das erfolgreiche Team: Natalie Tamenang, Sandra Faltl und Miriam Brandstetter (v.li.). Foto: GG

„Als Geschäftsführer im Team ein Unternehmen führen. Den eigenen Gewinn maximieren, die Strategien der Konkurrenz analysieren und dabei die ökologische und soziale Verantwortung als Unternehmer nicht aus dem Blick verlieren.“

So lauten die Maximen von „Play the market“, dem größten Unternehmensplanspielwettbewerb in Bayern für Gymnasien, Fach- und Berufsoberschulen. Sandra Faltl, Natalie Tamenang und Miriam Brandstetter vom Michaeli-Gymnasium in Berg am Laim haben es mit ihrem Unternehmen „XTC“ auf Platz zwei geschafft und gaben im Rahmen des Spiels eine Pressekonferenz. „Wir sind über facebook darauf gekommen“, erzählt Sandra. Ein Freund hätte das gepostet und die Mädels seien neugierig geworden. „Wir wussten anfangs gar nicht, was es zu gewinnen gibt, sondern haben uns eher spontan aus Spaß an der Sache angemeldet.“ Dabei ist der 1. Preis nicht zu verachten: Dem Gewinnerteam winkt eine Reise nach New York. Im Januar haben sie ihre Geschäftsidee zugeteilt bekommen: ein mittelständisches Unternehmen, das Snowboards vertreibt. Die Elftklässlerinnen überlegten sich eine Strategie: „Wir haben junge Leute als Zielgruppe definiert und dementsprechend das Logo und den Slogan entworfen.“ „Shake ya board“ steht auf dem Plakat, das einen Snowboarder in Aktion abbildet, alles in Schwarz-Weiß. Um ihrer Zielgruppe gerecht zu werden, setzen sie auf „Kostenführerschaft und Massenproduktion“. Zu einem modernen Unternehmen gehört noch mehr: „Das Betriebsklima war uns sehr wichtig“, sagt Natalie. „Und durch die betriebliche Gesundheitsförderung konnten wir den Krankenstand senken.“ Der Plan geht auf: Innerhalb weniger Monate schaffen sie es auf Platz zwei. Unabdingbare Soft Skills Dabei war der Wettbewerb längst kein Kinderspiel: „Wir mussten uns jede Woche wieder neu in das Spiel reinarbeiten.“ Die moderne Marktwirtschaft ist schnelllebig. Bei der „Berechnung der Material- und Maschineneinkäufe“ mussten die Konjunkturentwicklung sowie andere schwankende Faktoren einbezogen werden. Die Mädchen haben alles vollkommen selbstständig gemacht und Selbstständigkeit ist bei „Play the market“ ein wichtiges Stichwort: „Existenzgründung als berufliche Perspektive aufzeigen“ gehört zu den Zielen des Spiels. „Obwohl wir uns alle drei noch nicht sicher sind, was wir beruflich später einmal machen wollen“, sagt Sandra, „glaube ich schon, dass dieser Wettbewerb ein Anstoß und auch Ansporn war, sich mehr in diese Richtung zu orientieren.“ „Ich bin ganz stolz auf diese drei Schülerinnen“, sagt die Schulleiterin Angelika Loders. „Das zeigt eine ganz hohe Leistungsbereitschaft“. Eigeninitiative, Teamgeist, gehörten zu den Soft Skills, die auf dem heutigen Arbeitsmarkt unabdingbar seien. Sonnige Aussichten Das Team hat sich für die zweite Runde qualifiziert. Jetzt müssen sie sich mit einem neuen Produkt behaupten: Solarmodule. Die Mädchen lassen sich nicht verunsichern: „Wir haben schon ein gewisses Vorwissen, das natürlich noch ausgebaut werden kann“, meint Miriam. „Wir lassen es auf uns zukommen“, sind sich alle drei einig. Das Ziel sei unter die besten neun und somit ins Finale zu kommen, auch wenn die Konkurrenz stark ist. Jetzt stehe aber erst einmal ein Besuch in einem Solar-Unternehmen an. Galina Gostrer

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