SWM planen 40 Wohnungen in Berg am Laim

Ausbauoffensive Werkswohnungen

Eine „Ausbauoffensive Werkswohnungen“ haben die Stadtwerke München (SWM) angekündigt. Insgesamt sind 500 neue Wohnungen für München geplant, darunter auch an der Grafinger Straße.

Bezahlbarer Wohnraum ist in München sehr knapp. Die SWM steuern hier schon seit Jahren gegen. Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM-Geschäftsführung: „Bereits heute können wir unseren Mitarbeitern rund 550 Werkswohnungen zur Verfügung stellen. Und dieses Engagement bauen wir nochmals deutlich aus.“ Hierzu haben die SWM im Jahr 2011 die Ausbauoffensive Werkswohnungen gestartet. Ziel ist es, bis zum Jahr 2021 weitere 500 Werkswohnungen zu bauen. Dr. Bieberbach: „Das entspricht fast einer Verdoppelung des bereits bestehenden eigenen Werkswohnungsbestands. Hierfür investieren wir fast 80 Millionen Euro.“ 

Als ersten Schritt haben die SWM eine detaillierte Analyse betriebseigener Areale durchgeführt. Die Portfolioanalyse hat nun acht geeignete Standorte ergeben, die als erstes erschlossen werden sollen (weitere sind in Prüfung). Dazu gehört auch die Grafinger Straße, an der rund 40 Wohnungen entstehen sollen. Die Fertigstellung ist für 2018/2019 geplant.

Realisiert wird neben den am stärksten nachgefragten Zwei- bis Drei-Zimmerwohnungen ein differenziertes Spektrum. Dieses reicht von Wohnheimen, die zum Beispiel für Wochenendheimfahrer, Diplomanden oder Praktikanten einen Wohnplatz sichern, über Ein-Zimmerwohnungen bis hin zu familiengerechten Wohnungen mit vier bis fünf Zimmern.

Dieter Reiter, Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München: „München benötigt bezahlbaren Wohnraum für seine stetig wachsende Bevölkerung. Die Schaffung dieses Wohnraums ist eine gesellschaftliche Aufgabe, bei der nicht nur die Stadt in der Pflicht steht. Der Bau von Werkswohnungen ist ein interessanter Ansatz bei der Lösung des Wohnungsproblems. Damit können sich Unternehmen profilieren und gleichzeitig für dringend benötigte Fachkräfte attraktive Arbeitsbedingungen schaffen. Die SWM gehen als kommunales Unternehmen beim Werkswohnungsbau in München erfolgreich voran. Dies ist vorbildlich. Ich hoffe, dass dieses Modell Nachahmer in der Münchner Wirtschaft findet.“ 

Die SWM verfügen über zahlreiche Grundstücke in der Stadt, auf denen im Wesentlichen technische Anlagen untergebracht sind. Deren Bedarf wird langfristig nach technischen Erfordernissen überprüft und angepasst. Frei werdende, betrieblich nicht mehr benötigte Grundstücke werden entweder für den Werkswohnungsbau genutzt, oder dem freien Wohnungsbau zur Verfügung gestellt. Unter anderem mit diesen Verkaufserlösen finanzieren die SWM dann wiederum den Werkswohnungsbau.

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