Arche Noah auf dem Zaun

Kunstaktion von Perlacher Kindern in St. Michael

Kindergartenleiterin Christine Scharl (2.v.l.), Künstlerin Angela Stauber (2.v.r.) und Pfarrer Christian Penzkofer mit kleinen Künstlern vor der Arche Noah.
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Kindergartenleiterin Christine Scharl (2.v.l.), Künstlerin Angela Stauber (2.v.r.) und Pfarrer Christian Penzkofer mit kleinen Künstlern vor der Arche Noah.

Perlach – „Wir wollten die Verbindung untereinander und zur Kirche stärken und deutlich machen“, erklärt Kindergartenleiterin Christine Scharl, die die Idee zur Kunstaktion am Bauzaun von St. Michael hatte. Bei Pfarrer Christian Penzkofer stieß sie auf offene Ohren und so wandte sie sich an die Künstlerin Angela Stauber, die sich begeistert auf das Projekt einließ. 

Für die Meisterschülerin von Professor Sean Scully war die Arbeit mit Kindern zwar neu, doch mit ihren Erfahrungen mit großflächigen Arbeiten und bei „Kunst am Bau“ war sie für die Gestaltung des Bauzauns prädestiniert. Sie skizzierte ihren Entwurf der Geschichte der Arche Noah auf den Zaun, dann durften die Kinder selbst zum Pinsel greifen. Und die gingen voller Elan und Begeisterung ans Werk. 

Immer schön auf den Corona-Abstand achtend „zauberten“ sie Regenbogen, die Arche und die Tiere auf die Bretter vor dem Kirchenportal. Immer zwei von jeder Art natürlich, genau so, wie es in der Bibel steht. Giraffe, Elefant, Affe und viele andere Tiere machen sich so jetzt auf dem Pfanzeltplatz auf den Weg zum rettenden Schiff. Oftmals unterstützt von ihren Eltern waren die bis zu 32 Kinder häufig bis abends beschäftigt, das Geschehen lebendig werden zu lassen. 

Und erregten mit ihrer Kunstaktion viel Aufmerksamkeit. „Senioren aus den umliegenden Heimen sind bei uns vorbeigekommen und haben den Kindern bei ihrer Arbeit aufmerksam zugeschaut“, erzählt Scharl. Ein Passant wollte sogar unbedingt selbst mitmachen. „Er durfte“, wie die Kindergartenleiterin lächelnd sagt. Wer seinen Teil des Werkes bewundern möchte, sollte auf dem Bild nach einer Ameise suchen. 

Auch Pfarrer Christian Penzkofer ist begeistert über die Kinderbilder, die den Bauzaun wohl noch bis August oder September zieren werden. Denn dann sollen, wenn alles nach Plan verläuft, die Arbeiten am Kirchturm von St. Michael abgeschlossen sein. Notwendig geworden waren sie auf Grund von Frostschäden. „Der Turm steht auf der Wetterseite, die übrige Kirche ist davon nicht betroffen“, erklärt der Pfarrer. 

Nachdem bereits Putz abbröckelte, musste der Turm der Kirche aus dem Jahr 1732 „verhüllt“ und saniert werden. Auswirkungen auf die Gottesdienste haben die derzeitigen Arbeiten übrigens nicht. Allerdings gelten natürlich auch in St. Michael wegen der Corona-Pandemie Einschränkungen. Abweichend von der üblichen Ordnung finden die Gottesdienste in St. Michael am Sonntag um 9 Uhr und um 11 Uhr statt. 

Aus organisatorischen Gründen ist zudem eine Anmeldung im Pfarrbüro von St. Michael Perlach erforderlich. Außerdem darf nur ein Gottesdienst besucht werden. Schließlich dürfen wegen der Hygienevorschriften gerade einmal 18 Personen teilnehmen, wie Penzkofer erklärt. In der Filialkirche St. Georg findet deshalb derzeit überhaupt kein Gottesdienst statt. „Da dürften ja noch viel weniger Leute rein. Das macht einfach keinen Sinn“, erläutert der Pfarrer von St. Michael die Entscheidung. Auch die traditionelle Fronleichnamsprozession in St. Michael muss in diesem Jahr wegen der gesetzlichen Vorgaben entfallen.

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