Jungen Menschen Raum geben

Jugendarbeit am „Mohrhof“ in Perlach soll wieder ermöglicht werden

Ob Spiele, Kunst oder einfach nur zusammen Zeit verbringen: Jugendarbeit ist wichtig, damit Kinder und Jugendliche Räume für sich finden (Symbolbild).
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Ob Spiele, Kunst oder einfach nur zusammen Zeit verbringen: Jugendarbeit ist wichtig, damit Kinder und Jugendliche Räume für sich finden (Symbolbild).

Im Herzen Perlachs an der Ottobrunner Straße liegt der sogenannte „Mohrhof“, in dem es bis zu diesem Jahr auch einen Raum für Jugendliche gab. Den fordert der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach zurück.

Perlach – Die vergangenen Monate waren für Kinder und Jugendliche eine schwierige Zeit. Keine Schule, und wenn nur für wenige Stunden. Hygienekonzepte machten viele Veranstaltungen unmöglich. Und leider sieht es nicht so aus, als würde sich die Situation demnächst verbessern. Besonders in solchen Zeiten zeigt sich die Relevanz von Räumen für junge Menschen außerhalb deren Zuhause.

Einen solchen Raum fanden Kinder und Jugendliche bis zuletzt im sogenannten „Mohrhof“ an der Ottobrunner Straße in Perlach. Der Falkenfreizeitstättenverein und die Freizeitstätte Utopia hatten dort seit mehreren Jahrzehnten eine Betreuung für junge Menschen aus der Siedlung am „Mohrhof“ angeboten. Doch das ist nun erst mal Geschichte.

„Dieses Jahr hat das Kommunalreferat, das gemeinsam mit der GWG Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft des Gebäudes ist, dem Verein nach fast 20 Jahren von heute auf morgen die Nutzungsgenehmigung entzogen“, klagt die SPD/Die Linke im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach (BA). Grund seien die Auflagen, die in den Kellerräumen des „Mohrhofs“ nicht eingehalten werden könnten. Doch dieses Argument lässt der BA nicht gelten. „Die Jugendeinrichtung war all die Jahre gut besucht und wichtig für die soziale Infrastruktur vor Ort“, schreiben Helena Schwinghammer, Kurt Damaschke und die Fraktionsvorsitzende Astrid Schweitzer in ihrem Antrag. Die betreffende Siedlung sei nicht ohne Grund als „Gebiet mit besonderem sozialpolitischem Handlungsbedarf“ eingeordnet worden.

Der BA fordert die Stadt nun auf, die Jugendarbeit am „Mohrhof“ wieder zu ermöglichen. Im selben Zug sollen die Räume so gestaltet werden, dass sie die derzeitigen Auflagen wieder erfüllen. Wenn das nicht möglich sei, wünscht sich das Stadtteilgremium neue Räume in der Nähe der Siedlung an der Ottobrunner Straße, damit die Kinder und Jugendlichen eine alternative Betreuungseinrichtung in ihrem näheren Umkreis haben.

pg

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