Parkplatznot am Grünen Markt

Caim scheitert an Blume-Beyerle

Mit ihren Vorschlägen für mehr Parkplätze am Grünen Markt ist Stadträtin Eva Caim gescheitert.
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Mit ihren Vorschlägen für mehr Parkplätze am Grünen Markt ist Stadträtin Eva Caim gescheitert.

Mit ihrem Antrag, zusätzliche Parkplätze am Grünen Markt in Berg am Laim zu schaffen, ist Stadträtin Eva Caim gescheitert. Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle lehnte sämtliche Vorschläge der Politikerin rundweg ab.

Mit ihrem Vorstoß „Parkplatznot am Grünen Markt in Berg am Laim“ verfolgte die damalige CSU-Stadträtin, die mittlerweile zur Bayernpartei gewechselt ist, das Ziel, die Möglichkeiten von zusätzlichen Parkplätzen im Berg am Laimer Stadtteilzentrum prüfen. Sie forderte, die Parkplatzkapazitäten im Bereich des Grünen Marktes an der Baumkirchner Straße und im Umgriff zu erhöhen und auch eine striktere Überwachung und Ahndung von Verstößen gegen die bestehende Kurzparkregelung sowie von Falschparkern auf Geh- und Radwegen sowie in Zufahrten vorzunehmen.

Doch Münchens Kreisverwaltungsreferent sieht in seiner Antwort auf Caims Antrag keine Möglichkeit, an der bestehenden Situation, die auch von vielen Geschäftsleuten bemängelt wird, etwas zu ändern.

So hält er die vorgeschlagene Änderung der Längsparkplätze an der Ostseite der Baumkirchner Straße in Quer- oder Schrägparkplätze für nicht realisierbar, da dadurch der dortige Radfahrstreifen entfallen würde. Nach Ansicht des Kreisverwaltungsreferates sei es aus Gründen der Sicherheit des Radverkehrs aber notwendig, den Radfahrstreifen in diesem Abschnitt beizubehalten.

Eine Absage erteilt Blume-Beyerle auch der Forderung, am östlichen Ende der Neumarkter Straße Quer- oder Schrägparkplätze einzurichten. Dort bestehe im Stauraum vor der Ampelanlage eine Aufweitung auf zwei Fahrspuren in östlicher Fahrtrichtung auf einer Länge von rund 50 Metern. Hier sei eine Linksabbiegespur und eine Fahrspur mit einem Geradeaus-/Rechtspfeil markiert. Auch in diesem Bereich würde die Schaffung von Quer- oder Schrägparkplätzen den Entfall einer Fahrspur bedeuten. Zur Gewährleistung der Verkehrsabwicklung im Stauraum an der Neumarkter Straße/Baumkirchner Straße seien aber beide Fahrspuren notwendig. „Die Reduzierung der dortigen Fahrspuren mit gleichzeitiger Ausweisung von Schrägparkplätzen kann daher nicht realisiert werden“, erklärt Münchens Kreisverwaltungsreferent.

Auch das Kurzparken auf der Verkehrsfläche beim Grünen Markt wird die Stadt nicht erlauben. Diese sei zu einem Fußgängerbereich umgebaut worden. Entsprechend sei auch die straßen- und wegerechtliche Widmung zum „beschränkt öffentlichen Weg, Fußgängerbereich“ erfolgt. Lediglich der Radverkehr und die Zufahrt zu den Anwesen Nummer 22 und 22b sei gestattet. Da die Platzfläche zum Aufenthalt für Fußgänger vorgesehen sei, bestehe keine Möglichkeit, dort Kurzparken zu erlauben, teilt Blume-Beyerle der Berg am Laimer Stadträtin mit. Auch zusätzliche Parkplätze für Schwerbhinderte wird es nicht geben. An der Ostseite der Baumkirchner Straße bestehe im Nahbereich beim Grünen Markt ein allgemeiner Schwerbehindertenparkplatz. Ein weiterer Stellplatz auch an der Westseite der Baumkirchner Straße bei den Geschäften wäre nur dann möglich, wenn ein konkreter Bedarf für die Anfahrt schwerbehinderter Personen, die im Besitz des besonderen blauen Parkausweises sind, gegeben sei, erklärte Münchens oberster Ordnungshüter. Die bisherigen Untersuchungen hätten jedoch keinen entsprechenden Bedarf aufgezeigt. In diesem Zusammenhang verweist Blume-Beyerle aber darauf, dass schwerbehinderte Personen auch in Kurzparkzonen bis zu drei Stunden parken könnten. Zur Überwachung der Parkscheibenregelungen auf der Baumkirchner Straße und Hansjakobstraße bedauert der Kreisverwaltungsreferent, dass eine dauerhafte Parküberwachung aus personellen Gründen nicht möglich sei. Jedoch werde von Seiten der Polizei versucht, zu Zeiten des Wochenmarktes regelmäßig und zusätzlich zu überwachen.

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