La Palma und El Hierro

Wahrzeichen von El Hierro – der Glockenturm der Dorfkirche von La Frontera. Foto: oh

Ein Diavortrag von Dr. Franz Still entführt die Zuhörer bzw. Zuschauer aus dem kalten, winterlichen Münchner Osten in den Westen der warmen und sonnigen Kanaren – mit reichem Fotomaterial und einer Fülle an interessanten Informationen zu Geschichte, Natur und Kultur sowie vielen Reisetipps kann man diesmal die Inseln La Palma und El Hierro näher kennenlernen.

Schon die Phönizier hatten in der frühen Antike mit ihren Schiffen die kanarischen Inseln angesteuert, um dort den damals in Rom so begehrten Purpurfarbstoff zu sammeln. Bei den Spaniern waren die Kanaren ab dem 16. Jahrhundert der bedeutendste Vorposten des Königreichs für die Eroberung Südamerikas und den Überseehandel. Spätestens seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Vulkaninseln mit ihrem ausgeglichenen, subtropischen Klima zum begehrten Reiseziel für Millionen sonnenhungriger Winterflüchtlinge aus ganz Europa. Der Tourismus hat das Erscheinungsbild der Kanaren daher in den vergangenen 50 Jahren entscheidend geprägt. Vor allem auf den Hauptinseln Gran Canaria und Teneriffa sind riesige Betonsiedlungen mit allem nur denkbaren touristischen Rummel entstanden. Vom Massentourismus verschont Die westlichen Kanareninseln La Palma und El Hierro dagegen blieben durch das weitgehende Fehlen von feinsandigen Badestränden von solchen Auswüchsen des Massentourismus verschont. Wer dort hinfährt, darf sich auf viele ursprüngliche Landschaftserlebnisse und auf einen großen Reichtum an unverfälschter Natur freuen. La Palma mit seinen zahlreichen Naturschutzgebieten ist auch bekannt als „die grüne Insel“. El Hierro, die kleinste und abgelegenste der sieben Kanaren, wird gerne als „die Vergessene“ bezeichnet. Sie wurde von der UNESCO im Jahr 2000 komplett zum Biosphärenreservat erklärt. Diese vegetationsreichen Inseln mit ihren großen zentralen Waldgebieten bilden einen eindrucksvollen Kontrast zu den kanarischen Wüsteninseln Lanzarote und Fuerteventura, zu denen Dr. Still vor zwei Jahren Reiseimpressionen zeigte. Für Wanderfreunde und Naturliebhaber Das Fotomaterial des aktuellen Vortrags speist sich aus zwei Reisen in den Jahren 2006 und 2009. Qualität und Aussagekraft stehen bei der sorgsamen Auswahl der Bilder im Vordergrund. Entgegen dem allgemeinen Trend zur Digitalfotografie setzt Franz Still auch weiterhin auf Zelluloidfilme in Profiqualität. Wie gewohnt werden die thematisch geordneten Dias zusammen mit abwechslungsreichen Hintergrundinformationen präsentiert. Diese Veranstaltung empfiehlt sich nicht nur für Wanderfreunde und Naturliebhaber, sondern auch all jene, die Freude an schönen Bildern haben, eine neue Reise planen oder ihre Erinnerungen an einen vergangenen Kanarenurlaub auffrischen wollen. Der Vortrag – der zehnte in dieser Reihe des Bürgerkreises mit beeindruckenden Reiseimpressionen von Franz Still – findet am Freitag, 27. Januar. ab 19.30 Uhr im Großen Pfarrsaal der Pfarrei St. Michael an der Baumkirchner Straße 26 statt. Eintritt frei.

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