Dem Grünen Markt mehr Leben einhauchen

Oberbürgermeister Reiter besuchte Ortsmitte in Berg am Laim

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Oberbürgermeister Dieter Reiter (l.) sprach mit dem Vorsitzenden des Bezirksausschusses Berg am Laim, Robert Kulzer, über die Möglichkeiten, den Grünen Markt attraktiver zu machen.

Erst Wendeschleife für die Trambahn, dann Parkplatz und Taxistand, heute Ortsmittelpunkt: Der zentrale Platz zwischen Pfarrsaal und Kinderkarten von St. Michael, dem Behrpark und dem Maibaum wird heute Grüner Markt genannt. Der Boden des Platzes wurde mit roten Backsteinen aufgewertet — ganz im Zeichen der Vergangenheit Berg am Laims als Lehm- und Ziegeleiviertel. 2014 kam noch ein Trinkbrunnen dazu. Ein Mal in der Woche findet außerdem der Wochenmarkt dort statt und es gibt einen offenen Bücherschrank, der Platz ist mit Sitzgelegenheiten ausgestattet. Und trotzdem: Auf dem Grünen Markt spielt sich nicht so viel ab, wie es sich der Bezirksausschuss vorgestellt hatte. Denn die meiste Zeit über ist es sehr ruhig auf dem Platz. Wenig verwunderlich ist das, wenn man sich die Umgebung anschaut. Der Behrpark ist durch sein üppiges Grün dann eben doch etwas schöner zum Verweilen und ansonsten gibt es — außer dem bloßen Sitzen — keine besonderen Anlass, sich auf dem Platz aufzuhalten.

Doch das soll sich ändern. Deshalb traf sich Robert Kulzer, Vorsitzender des Bezirksauschusses in Berg am Laim, mit Oberbürgermeister Dieter Reiter, um über die Möglichkeiten zu sprechen, die sich am Grünen Markt bieten. Gleich ins Auge fiel das schon leicht verwitterte Häuschen des ehemaligen Blumenladens. Im Standort sahen sowohl Kulzer als auch der Oberbürgermeister viel Potential. „Nächstes Mal treffen wir uns hier zum Eis essen oder Kaffee trinken“, so Reiter optimistisch. Tatsächlich würde sich ein Café mit Freischankfläche oder eine Eisdiele optimal anbieten, um den Platz attraktiver zu machen. Allerdings müssten dafür ein paar Hürden überwunden werden. Das Gebäude ist in einem nicht ganz so guten Zustand, was sowohl von außen als auch beim Blick ins Innere erkennbar ist. Auch fehlen etwa Toiletten.

Die gute Nachricht ist, „es tut sich was.“, wie der BA-Vorsitzende Kulzer verkündet. Das Kommunalreferat habe das Gebäude bereits ausgeschrieben und es seien gerade erst potentielle Pächter vor Ort gewesen. Die müssen nun ihre Konzepte und Vorstellungen von der Gestaltung und Nutzung des Häuschens einreichen. Dann kann entschieden werden, ob eines der Konzepte zu dem passt, was sich der Bezirksausschuss und die Stadt wünschen. Beispielsweise wieder einen Blumenladen einziehen zu lassen, würde nicht den gewünschten Effekt bringen, bilanzierten Oberbürgermeister Reiter und Kulzer. Es brauche etwas, was zum Bleiben animiert. „Bei einem Blumenladen fährt man hin, kauft Blumen und fährt wieder weg“, erklärte Kulzer. Bei Eis und Kaffee ließe es sich beim Grünen Markt sicher gut aushalten.

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