Dreimal links nach Salzburg

Noch mehr Verkehrschaos am Innsbrucker Ring?

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Die Stadt will den Verkehr am Innsbrucker Ring beschleunigen. Dazu sollen künftig drei Abbiegespuren auf die Ramersdorfer Autobahn führen.

Vom Mittleren Ring soll man künftig dreispurig links auf die Salzburger Autobahn abbiegen können. Damit könnte das Verkehrschaos am Innsbrucker Ring entschärft werden.

Immer wieder kommt es am Knotenpunkt Innsbrucker Ring/Ottobrunner Straße/Autobahnauffahrt Ramersdorf zu erheblichen Rückstaus. Im Feierabendverkehr stehen die Autos oft bis weit hinter die Kreuzung Bad-Schachener-Straße oder gar bis zum Leuchtenbergtunnel. Schuld sind die beiden kurz hintereinander folgenden Kreuzungen. An der Ottobrunner Straße gehen zwei der vier Spuren links ab. Bis sich da alle Autofahrer richtig einsortiert haben, kommt es erstmals zu Verzögerungen im Verkehrsfluss.

Danach erweitern sich die verbliebenen zwei Spuren kurz wieder auf vier, von denen zwei erneut links abbiegen auf die Autobahn Salzburg. Doch der kurze Abschnitt zwischen diesen beiden Kreuzungen bietet oft nicht genug Aufstellfläche für die vielen Fahrzeuge, die auf die Autobahn wollen. Somit wird mindestens eine der Geradeaus-Spuren des Rings lahmgelegt.

Vom Kreisverwaltungsreferat kam die Aussage, dass eine dritte Linksabbiegespur Leistungsfähigkeit und Verkehrsfluss an der Stelle deutlich verbessern könnte, da dann 300 Pkw pro Stunde mehr auf die Autobahn auffahren könnte. Eine Kapazitätssteigerung des Knotenpunktes um gut ein Viertel.

Stadtrat Johann Altmann (Bayernpartei) ließ diese Idee nicht los. Doch auf seine Forderung nach Umsetzung erhielt er von der Stadt zunächst eine Absage – mit dem Hinweis auf die Umbaupläne für den Ortskern Ramersdorf. Nun aber hat das Planungsreferat mitgeteilt, dass eine Aufweitung dort die Ortskern-Planung nicht tangieren und somit unabhängig davon realisiert werden könnte. Deshalb will die Stadt nun in dem Bereich eine dritte Links- abbiegespur auf die Autobahn einrichten. „Die Verkehrs- situation müsste sich durch die Verbesserung des Abflusses zur Autobahn wesentlich entspannen“, heißt es aus dem KVR. Das Baureferat wurde mit einer entsprechenden Überplanung der Kreuzung beauftragt. Eine Reduzierung der Linksabbiegespuren in die Ottobrunner Straße, wie von Altmann ebenfalls angeregt, wird es jedoch nicht geben. Da KVR befürchtet, dass es daraus Staus entständen, die man nur durch längere Ampelphasen auffangen könnte. Was wiederum den Verkehr in der Gegenrichtung behindern würde. Doch es gibt vom KVR das Versprechen, nach Umsetzung der dritten Linksabbiegespur zur A8 „die Gesamtsituation eingehend zu beobachten und erneut zu bewerten“.

Carmen Ick-Dietl

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