Chemiekonzern startet Effizienzprogramm

Neuperlach: Wacker baut stellen ab

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Das Verwaltungsgebäude des Chemiekonzerns Wacker in Neuperlach prägt das Zentrum des Stadtviertels.

Der Chemiekonzern Wacker ist eine feste Institution in Neuperlach. Im Rahmen eines Effizienzprogramms will der Konzern nun mehr als 1000 Stellen abbauen.

Neuperlach – Seit 1991 ist die Wacker Chemie AG in Neuperlach ansässig. Das Gebäude der Hauptverwaltung am Hanns-Seidel-Platz prägt auch das Stadtbild im Zentrum der Trabantenstadt. Insgesamt sind etwa 14.500 Mitarbeiter bei dem Konzern beschäftigt, davon rund 10.000 in Deutschland. 

Die Mitarbeiterzahl will Wacker jedoch bis Ende 2022 senken: Mehr als 1000 Stellen in den Verwaltungsbereichen, also etwa am Standort Neuperlach, und in den nicht operativen Funktionen der Geschäftsbereiche, sollen wegfallen. Der Schwerpunkt liegt dabei mit mehr als 80 Prozent auf den Standorten in Deutschland. 

Das Unternehmen will für den Stellenabbau gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern ein Paket von sozialverträglichen Maßnahmen erarbeiten. Denkbare Instrumente sind beispielsweise Verrentung, Altersteilzeitregelungen oder Aufhebungsverträge. Sofern sich die angestrebten Ziele auf diese Weise erreichen lassen, soll auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden.

Grund für den Stellenabbau ist das neue Effizienzprogramm „Zukunft gestalten“, dass die Wettbewerbsfähigkeit und die Profitabilität steigern soll. Demnach beabsichtigt das Unternehmen, durch Reduzierungen bei den Sachkosten und beim Umfang intern erbrachter Leistungen sowie mit einer schlankeren Organisation jährlich 250 Millionen Euro einzusparen.

Zentrales Anliegen des Programms sei es dabei, die Organisation von Wacker konsequent neu auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden auszurichten und so das profitable Wachstum des Konzerns zu unterstützen.

„Wir bereiten uns sowohl im Geschäft mit Polysilicium als auch in unseren Chemiebereichen auf eine härtere Gangart im Wettbewerb vor“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Rudolf Staudigl die Hintergründe des Programms. „Mit ‚Zukunft gestalten’ verfolgen wir einen umfassenden Ansatz, um nicht nur Kosten in signifikantem Umfang einzusparen, sondern vor allem die Wettbewerbsfähigkeit von Wacker auch für zukünftige Herausforderungen zu stärken und dauerhaft zu sichern“, so der Konzernchef weiter.

„Nach einer gründlichen Analyse der Ist-Situation haben wir den Arbeitnehmervertretern jetzt unsere ersten Zielvorstellungen für eine Neuausrichtung unserer Organisation präsentiert. Gemeinsam werden wir unsere Vorstellungen nun weiter beraten und bewerten“, sagte Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor Christian Hartel.

„Wie bisher werden wir uns dabei eng mit den Arbeitnehmervertretern abstimmen und zeitnah in konstruktive Verhandlungen eintreten. Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Ziele mit guten und fairen Lösungen erreichen können“, betonte der Personalvorstand.

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