Sporteln garantieren

Neuperlach Süd: Bezirksausschuss fordert mehr Sporthallen

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Sportangebote sind Anwohnern wichtig – bei steigender Bevölkerung steigt auch der Bedarf an Hallen (Symbolbild).

Sporthallen werden sowohl von Vereinen als auch von Schulen gebraucht. Der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach will deshalb mehr Kapazitäten in Neuperlach Süd schaffen lassen.

Neuperlach Süd – Geht es um Neubauten in München, fällt der erste Gedanke auf Wohnungen. Denn die teuerste Großstadt Deutschlands hat ein massives Problem mit bezahlbarem Wohnraum. Doch bei all dem Wohnungsbau und den Debatten um Mieten und Kaufpreise geraten andere Aspekte der Stadtplanung schnell in den Hintergrund.

Der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach (BA) will sich deshalb jetzt schon darum kümmern, dass sowohl künftige Neuperlacher und „Ureinwohner“ der Trabantenstadt auch im südlichen Teil genügend Sportangebote vorfinden.

Das Neubauquartier an der Hochäckerstraße ist ein Beispiel dafür, was Neuperlach blüht, wenn ausschließlich mehr Wohnungen in einem Viertel hinzukommen. Es ist nur über eine Bushaltestelle an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen, es gibt einen Supermarkt und mittlerweile haben sich auch ein Nachbarschaftstreff und eine Kinderbetreuungseinrichtung angesiedelt. 

Doch das Beispiel zeigt: Wohnungen zuerst, Infrastruktur danach. Schnell können sich solche Quartiere zu „Schlafstätten“ entwickeln. Gleichzeitig wird in Neuperlach, so wie in vielen anderen Vierteln Münchens, nachverdichtet.

Einen ersten Schritt will der BA zur Sicherstellung der Versorgung in der Zukunft mit seinem Antrag gehen. Als Beispiel für etwa 1500 neue Wohneinheiten nennt Simon Soukup, Vorsitzender der CSU im BA 16, die Bauvorhaben an der Carl-Wery-Straße, am Gustav-Heinemann-Ring, an der Maximilian-Kolbe-Allee sowie am Otto-Hahn-Ring. Örtliche Sportvereine würden das Bevölkerungswachstum in Neuperlach bereits jetzt anhand stark steigender Mitgliederzahlen spüren. 

„Aus diesem Grund soll Neuperlach Süd auch aus sportlicher Sicht nicht vergessen werden“, so Soukup in seinem Antrag und fordert, dass das Referat für Bildung und Sport Planungen anstellen solle, um die Sporthallenkapazitäten vor Ort auszubauen. „Vor allem der DJK München Ost (Deutsche Jugend Kraft) beklagt schon jetzt erhebliche Engpässe bei der Sporthallenversorgung für seinen Verein“, begründet Soukup seine Forderungen.

Für die Suche nach neuen Räumen sollen auch die Flächen der bereits bestehenden Bezirkssportanlage am Max-Reinhardt-Weg, des Heinrich-Heine-Gymnasiums oder an der Grundschule am Dietzfelbingerplatz geprüft werden. Denn eine neue Sporthalle wäre nicht nur teuer, sondern würde auch wieder Platz in Anspruch nehmen, der in der Landeshauptstadt jetzt schon knapp ist.

pg

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