Modernste Ausstattung

Richtfest für künftiges Zentrallabor der München Klinik in Neuperlach

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Dietmar Pawlik (Kaufmännischer Geschäftsführer), Susanne Diefenthal (Personalgeschäftsführerin und Arbeitsdirektorin) und Dr. Axel Fischer (Vorsitzender der Geschäftsführung, v.l.) beim Richtfest des neuen Zetrallabors.

Nach acht Monaten Bauzeit ist der Rohbau des neuen Zentrallabors der München Klinik am Klinikstandort Neuperlach abgeschlossen. Rund 50 Gäste bestehend aus kompletter Rohbaumannschaft, Architekten, Planern und weiteren Projektbeteiligten feierten gemeinsam den Meilenstein mit einem traditionellen Richtfest.

Neuperlach – Rund 23 Millionen Euro kostet das Gebäude und soll bis Ende 2020 fertig gestellt sein. Weitere rund 20 Millionen Euro investiert die München Klinik in die labortechnische Ausstattung. Die Inbetriebnahme des neuen Zentrallabors ist 2021 geplant. „Mit dem neuen Zentrallabor können wir künftig die Versorgung qualitativ hochwertig und gleichzeitig noch effizienter gewährleisten. Von einer deutlich höheren Geschwindigkeit und Genauigkeit bei Untersuchungen profitieren unsere Patienten“, so Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik. „Gleichzeitig reduzieren sich für unsere Mitarbeiter vor allem die wiederkehrenden manuellen Tätigkeiten. Insgesamt profitieren sie auch von einem künftig hochmodernen Arbeitsumfeld und optimierten Laborprozessen.“

Im Rahmen der Neuausrichtung investiert die München Klinik in den kommenden Jahren rund eine Milliarde Euro in Neubauten und Modernisierung der Standorte. Es handelt sich dabei um eines der größten Zukunftsprojekte im deutschen Gesundheitswesen.

Moderne Labordiagnostik ist eine wesentliche Voraussetzung für eine sichere und hochwertige Patientenversorgung. Rund sieben Millionen Analysen werden heute schon pro Jahr in der München Klinik im Rahmen der Patientenversorgung in der Klinischen Chemie durchgeführt. In der medizinischen Mikrobiologie werden darüber hinaus über 300.000 Materialien pro Jahr untersucht. Die Bandbreite reicht vom einfachen Blutbild bis zur Diagnostik auf Molekularebene oder der Diagnose seltener Erkrankungen wie Malaria. Bisher ist die Diagnostik in der Klinischen Chemie überwiegend auf alle Standorte der München Klinik verteilt. Die medizinische Mikrobiologie ist bereits am Standort Schwabing zentralisiert, allerdings räumlich getrennt in unterschiedlichen Gebäuden untergebracht.

Im Zuge der Modernisierung baut die München Klinik ein neues Zentrallabor am Standort Neuperlach. Und sie bleibt gleichzeitig dem Anspruch treu, vor Ort und immer erreichbar zu sein. Daher verbleiben an den übrigen Klinikstandorten (Bogenhausen, Schwabing, Harlaching) die Notfalllabore. Alle Labore der München Klinik werden mit neuester Technik und Labordiagnostik für eine labormedizinische Versorgung der Patienten auf neuestem technologischem Stand ausgestattet und miteinander vernetzt. So entsteht ein effizientes Großlabor in der Stadt München. Mit dem Gesamtkonzept wird sich der Automatisierungsgrad in den Laboren signifikant erhöhen. Das bedeutet, dass die vorhandene fachliche Expertise gezielt für komplexe Analysen eingesetzt werden kann, während die „Laborstraße“ die analytische Arbeit automatisiert übernimmt. So werden den Mitarbeitenden viele Handgriffe erspart und auch in Spitzenzeiten kann die Diagnostik deutlich schneller und rationeller erfolgen.

Für die medizinische Mikrobiologie wird die Automation das Probenmaterial auf Agarplatten ausstreichen, die Platten in Brutschränke transportieren und schließlich nach festgelegtem Zeitplan fotografische Aufnahmen des Keimwachstums auf den Nährböden erstellen. Das medizinisch-technische Personal kann dann das Keimwachstum am Bildschirm ablesen, ohne die Agarplatten zur Beurteilung in die Hand nehmen zu müssen.

Fakten aus der Labordiagnostik

·        30 Minuten wird es im Schnitt dauern, bis eine Probe die neue Laborstraße komplett durchlaufen hat.

·        Die Zellerkennung im Differentialblutbild funktioniert wie die Gesichtserkennung mit dem Handy.

·        Bis zu 15 Parameter werden im großen Blutbild bestimmt – im Schnitt dauert das heute nur noch 60 Sekunden.

·        60 Prozent bis 70 Prozent der klinischen Diagnosen werden über Blut- und Urinuntersuchungen gestellt.

·        Blutproben werden mit einem Mehrfachen der Erdanziehung zentrifugiert.

·        Mit dem Urinteststreifen kann man innerhalb einer Minute eine Blutung und Entzündung nachweisen.

·        Bei Brustschmerz kann man mit einem Bluttest einen Herzinfarkt im Verlauf ausschließen.

·        Ein Influenzaschnelltest benötigt im Schnitt 30 Minuten.

·        Aus dem Archiv-Kühlschrank der Automationsstraße können Untersuchungen aus bereits gemessenen Proben nachgefordert werden,  ohne dass Laborpersonal das Blutröhrchen von Hand heraussuchen muss.

·        Laborergebnisse und Diagnosen können von den Klinikern in Echtzeit online eingesehen werden.

Mehr aus Neuperlach und dem Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach gibt es in der Übersicht.

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