Planung trotz Corona 

Bangen um das Neuperlacher Kulturhaus beim Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach

Der Entwurf der Architekten Delugan Meissl Associated Architects mit Helmut Wimmer und Partner kommt in Neuperlach gut an. 
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Der Entwurf der Architekten Delugan Meissl Associated Architects mit Helmut Wimmer und Partner kommt in Neuperlach gut an. 

In Neuperlach fehlt eine wichtige Kultur- und Versammlungsstätte. Wegen den enormen Kosten durch die Corona-Krise muss die Landeshauptstadt jedoch sparen. Der Bezirksausschuss betont deshalb die Relevanz des Kulturhauses.

Neuperlach – Derzeit muss der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach (BA), der aus 45 Mitgliedern besteht, im Kulturzentrum Trudering tagen. Der Grund: Im 16. Stadtbezirk der Landeshauptstadt gibt es keinen Raum, in denen die Mitglieder unter den geltenden Hygieneregelungen zusammenkommen können. Eigentlich eine ziemliche Pleite für die Stadt, dass es in einem Stadtteil mit über 110.000 Einwohnern keine geeigneten Räume gibt und der BA im benachbarten Trudering-Riem (zirka 73.000 Einwohner) unterkommen muss.

Dem größten Stadtteil Münchens fehtl es schon lange an einem Kulturhaus. Glücklicherweise ist dieses nun schon länger in Planung. Doch im Zuge der Sparmaßnahmen, die wegen der Corona-Krise auf die Stadt zukommen, werden einige Projekte auf Eis gelegt werden müssen. Noch bevor das Kulturhaus dafür im Gespräch ist, stellte die CSU-Fraktion des BAs nun einen Antrag an die zuständigen Referate und fordert diese auf, an den Planungen für das Kulturhaus am Hanns-Seidel-Platz festzuhalten. „Im Zuge der finanziellen Einschränkungen durch die Corona-Krise sind keinerlei Abstriche – insbesondere der architektonischen – Qualität sowie des Umfangs des Nutzerprogramms vorzunehmen“, heißt es in dem Antrag.

Gemeint ist wohl auch das Flugdach, das im ursprünglichen Entwurf des Architektenbüros Delugan Meissl Associated Architects (DMAA) und Helmut Wimmer und Partner, Wien, mit EGKK Landschaftsarchitektur, vorgesehen ist. Der Gewinnerentwurf ist nämlich nicht unbedingt die günstigste Variante für die Bebauung am Hanns-Seidel-Platz.

„Für den Bezirksausschuss wäre es inakzeptabel, wenn auch das Kulturhaus am Hanns-Seidel-Platz Einsparüberlegungen in seiner Qualität und Quantität zum Opfer fiele“, so Initiator Simon Soukup in der Begründung der Ermahnung an die Stadt. Immerhin warte der Stadtbezirk seit über 50 Jahren auf passende Räumlichkeiten. Die Neuperlacher hätten es einfach verdient, dass auf seinem zentralen Platz so schnell wie möglich eine attraktive Kultureinrichtung geschaffen werde.

pg

Mehr über Neuperlach und den Münchner Osten gibt es in der Übersicht.

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