Eine lange Liste mit Mängeln

Barrierefreier Ausbau des U-Bahnhofs Michaelibad

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Die Eingangstüre der Rampe am U-Bahnhof Michaelibad verfügt über keine automatische Türöffnung und stellt so für Rollstuhlfahrer ein unüberwindliches Hindernis dar.

Die Barrierefreiheit in Ramersdorf-Perlach will der Bezirksausschuss deutlich erhöhen. Nach dem U-Bahnhof Karl-Preis-Platz (HALLO berichtete) hat das Gremium nun die U-Bahn-Station Michaelibad ins Visier genommen.

Neuperlach – „Der BA 16 fordert die Landeshauptstadt München auf, die U-Bahn-Station Michaelibad vollumfänglich barrierefrei umzubauen“, heißt es in einem Antrag der Grünen. Auch Menschen mit Behinderungen müssten selbstverständlich diesen wichtigen Mobilitätsknotenpunkt ohne Einschränkungen nutzen können, argumentiert Antragsteller Christian Smolka.

Und die Defizite am U-Bahnhof Michaelibad sind nach Ansicht des Grünen-Fraktionssprechers erheblich. So sei kein Aufzug vorhanden, die Rampen hätten ein Gefälle von über sechs Prozent, seien somit zu steil und entsprächen damit nicht den gesetzlichen Vorgaben. Die untere Rampe verfüge nicht einmal über eine Verweilfläche, die etwa Rollstuhlfahrern ein Ausruhen ermögliche.

Damit ist Smolkas Mängelliste aber längst noch nicht am Ende. Probleme gibt es auch mit der Eingangstüre am Beginn beziehungsweise am Ende der Rampe. Dort fehlt eine automatische Türöffnung, vor allem für Rollstuhlfahrer ein unüberwindliches Hindernis. „Probieren Sie es mal selber aus, diese Türe vom Rollstuhl aus zu öffnen“, empfiehlt der Grünen-Politiker den Verantwortlichen bei der Stadt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Bodenbelag. In ihm befindet sich eine Rille, in der Rollstühle und Rollatoren mit einem Rad hängen bleiben können. „die Unfallgefahr ist hier sehr hoch“, konstatiert Smolka. Zudem fordert er Toiletten für alle, auch für Menschen mit Behinderungen. Am Eingang Hofangerstraße sollten die Blindenleitstreifen vom Bus zum U-Bahn-Eingang führen. Außerdem sei das Buswartehäuschen zu weit vom Bus entfernt. Die GWG-Wohnungen seien barrierefrei, aber weit weg von der Rampe. Hier hofft Smolka, dass es im Zuge der Parkplatzbebauung gelingt, einen Auf- und Abgang mit Rampe zu erstellen.

Ein lange Mängelliste, mit der sich die Stadt nun befassen darf. Denn Smolkas Kollegen im Bezirksausschuss teilten seine Einschätzung zum Zustand des U-Bahnhofs Michaelibad und forderten einstimmig den barrierefreien Ausbau.

fit


Mehr über Neuperlach und den Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach gibt es in der Übersicht.

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