Neues vom Kulturzentrum Hanns-Seidel-Platz

Wohin ist der kleine Saal verschwunden?

Wohin ist der kleine Saal fürs geplante Kulturzentrum am Hanns-Seidel-Platz verschwunden? Diese Frage stellt die SPD-Fraktion im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach. Im vorderen Teil des aktuellen Nutzerbedarfsprogramms für den Zentrumsneubau ist er noch erwähnt, weiter hinten fehlt er jedoch.

m neuen Kulturzentrum in Neuperlach-Zentrum soll es künftig zwei Säle geben. Einen großen mit 360 Quadratmetern für etwa 500 Personen und einen kleinen mit 270 Quadratmetern. „Wir wollen beides“, stellt die BA-Vorsitzende Marina Achhammer (SPD) klar. 

Die SPD fordert weiter: Das Nutzerbedarfsprogramm aus dem Jahr 2006 den aktuellen Rahmenbedingungen anzupassen und ein Betriebskonzept mit den im Stadtteil aktiven Kulturvereinen wie dem Pepper-Trägerverein und dem Kulturkreis Ramersdorf-Perlach zu erstellen. In den letzten sechs Jahren hätten sich die Wünsche der Bevölkerung gewandelt, zudem sei das Alten- und Service-Zentrum aus dem Bau am Hanns-Seidel-Platz ausgestiegen. 

Sozialbürgerhaus

Beim Arbeitskreis Hanns-Seidel-Platz hatten die Stadtteilpolitiker außerdem erfahren müssen, dass noch nicht abschließend geklärt sei, ob das Sozialbürgerhaus ins Kulturhaus mit einziehen werde. Allerdings hätte Neuperlach hier Priorität bei der Finanzierung. Und ein Verzicht sei nicht vorgesehen.

Ohne Sozialbürgerhaus werde jedoch die bisherige Planung nicht funktionieren, so Rudolf Saller vom Kommunalreferat. Eine Entscheidung wäre aber endgültig. Würde das Sozialbürgerhaus tatsächlich wegfallen, entständen mehr Wohnungen. Ein Zurück zum Sozialbürgerhaus wäre dann nicht mehr möglich. 

Bürgerbeteiligung abgelehnt

Ärgerlich finden die BA-Politiker, dass die von ihnen angeregte Online-Bürgerbeteiligung abgelehnt wurde. Einerseits suche man quasi händeringend nach Möglichkeiten, um die örtliche Bevölkerung in Planungen intensiver einzubinden, andererseits würden sinnvolle Vorschläge mit lapidaren Hinweisen auf gesetzlich geregelte Verfahren vom Tisch gewischt, so Wolfgang Thalmeir (CSU). „Die bloße Einhaltung der gesetzlichen Mindeststandards der Öffentlichkeitsbeteiligung wird der Bedeutung des Vorhabens für den Stadtbezirk und das Leben im Stadtbezirk dabei nicht gerecht.“ Vielleicht könne das Planungsreferat seine Position hier noch einmal überdenken, so die Bitte aus dem Bezirksausschuss

Carmen Ick-Dietl

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