Als neuer Sozi im Bezirksausschuss will Alexander Friedrich Akzente setzen

Ein “Clubberer“ mit Haching-Dauerkarte 

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Neu im Berg am Laimer Bezirksausschuss: Alexander Friedrich (SPD) freut sich auf seine neuen Aufgaben.

lementar wichtiges aus dem Leben eines ausgemachten Fußballanhängers erfährt man bei Alexander Friedrich bereits in den ersten Sätzen.

„Ich bin in Fürth geboren, in Nürnberg  und Bad Aibling aufgewachsen, Fan des „Club“, wie der  1. FC Nürnberg genannt wird, drücke aber auch der Spielvereinigung Fürth und der Spielvereinigung Unterhaching die Daumen – für deren Heimspiele hatte ich letztes Jahr sogar eine Dauerkarte“. Mit dem FC Bayern und 1860 kann ich nichts anfangen. Alles klar? Nein? Macht nichts, heuer setzt der 26-jährige Franke mit Berg am Laimer Wohnsitz seit 2006 ohnehin andere Schwerpunkte. Im weiten Reich der politischen Theorie steht nach Abschluss des Gymnasiums in Bad Aibling und seines Studiums am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität die Promotion ins Haus- in praktischer Basispolitik übt sich der Single mit sozialdemokratischem Parteibuch derweil  im Berg am Laimer Bezirksausschuss. 


Dort ist er im letzten Monat als Nachrücker eingezogen – etwas im Schatten freilich des Wechsels an der BA-Spitze- wo sein Genosse Robert Kulzer auf den Genossen Josef Koch gefolgt war. Doch auch Alexander Friedrich will künftig im Stadtteilgremium Akzente setzen. Seiner eigenen Altersgruppe und oben genannten sportiven Interessen entsprechend freut er sich besonders auf seine Facharbeit im Unterausschuss für Jugend, Schule und Sport. Dazu darf er im Budgetausschuss kräftig mitrechnen bei der Mittelvergabe des BA an förderungswürdige Projekte im Stadtteil – im Kulturausschuss zudem als Ersatzmitglied bei der Fest- und Freizeitplanung im Stadtteil mitwirken. Schön könnte so ein (Lokal-)Politikerleben sein – wäre da nicht der leidige Alltag. „Ich bin derzeit schon auf Stellensuche, könnte mir ein berufliches Engagement im Landtag, bei einem Verband oder einer Kommune gut vorstellen“, so der BA-Neuling. Hauptberuflich versteht sich – denn im BA fungiert der aktive Tischtennisspieler und Volleyballer sowie ausgewiesene Fan von Hermann Hesse wie alle Stadtviertelpolitakteure ehrenamtlich. Und das aus voller Überzeugung. „Ich komme eigentlich aus einer relativ unpolitischen Familie“, verrät Friedrich Interna. „Doch die Widerstände gegen Gerhard Schröders Agenda-2010-Politik haben mich in die Politik und in die SPD gebracht“, verrät er. „Man kann in der Sache verschiedener Meinung sein, aber der Mann (Schröder) hat Mut bewiesen und gehandelt, wo andere zauderten“. Das habe ihm imponiert, so Friedrich. „Da wollte ich auch in der Familie ein Zeichen setzen“. Zeichen, die er auch im Bezirksausschuss Berg am Laim setzen möchte. Dafür verzichtet ein Fußball-Fan wie Alexander Friedrich sogar schon mal  auf die Fußballdauerkarte bei Haching. Doch der Club als echte Herzensangelegenheit der fränkischen Fußballseele ist ja ohnehin so fern. Da fällt die Konzentration aufs Lokalpolitische wohl leichter.   Harald Hettich

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