Neuer Maibaum noch nicht fix

Der edle Fichtenriese aus der Ayinger Region schmückt die Berg am Laimer Ortsmitte nicht mehr allzu lange- im Herbst soll er endgültig umgelegt werden. Foto: Harald Hettich

Mit den langen Scharstangen wird das edle Holz fixiert und per Muskelkraft im Verbund mit Einsatzkräften der Feuerwehr in die Luft gehievt – am Grünen Markt in Berg am Laim erfolgte das feierliche Aufstellen eines neuen, jeweils 25 bis 30 Meter hohen, weiß-blau gerauteten „Zunftstangerls“ mit reichlich Verzierung zuletzt am 1. Mai 2008 – in wochenlanger Vorarbeit hatten die Mitglieder des Berg am Laimer Maibaumvereins das Traditionsstangerl auf Hochglanz gebracht.

Nachdem der Baum bereits Monate vorher geschnitten und am Herkunftsort „geschepst“ (entastet und entrindet) wurde. Begleitet von einem großen Musik- und festlichem Rahmenprogramm wurde der Maibaum von seiner Lagerstätte auf dem ESV-Gelände zum Bestimmungsort am Grünen Markt gebracht. Ein höchst feierliches Ereignis mit einem edlen Holz aus der Ayinger Region als stolzem Hauptakteur. Weichen sollte der „Lange“ eigentlich im Herbst diesen Jahres und turnusmäßig Platz machen für seinen Nachfolger. Der sollte dann seinerseits ab 2013 die Stadtteilmitte am Grünen Markt zieren. Fragezeichen Doch die Zeit-Planungen des Berg am Laimer Maibaumvereins und seines rührigen Vorsitzenden Johann Bachhuber sind etwas ins Wanken geraten. Grund: just für 2013 hat die Stadt die seit über zwei Jahrzehnten vonseiten des Bezirksausschusses und der Bürger geforderte Sanierung des Viertelzentrums an der Baumkirchner Straße programmiert. „Mitten auf die Baustelle stellen wir natürlich dann keinen neuen Maibaum – es wird 2013 dann halt in Berg am Laim gar kein Stangerl geben“, erklärt Bachhuber auf Anfrage. „Aber fix ist ja derzeit noch nix“, ergänzt der Gründungsvorsitzende des 1997 ins Leben gerufenen Vereins schelmisch. „Man weiß ja, dass städtische Planungen nicht immer zeitlich so umgesetzt werden, wie sie vorausgesagt sind.“ Im Verein will und muss man deshalb flexibel bleiben. „Endgültig Bescheid wissen wir wohl erst im Herbst“, ergänzt Bachhuber. Das edle Holz aus einem Waldstück zwischen Aying und Oberpframmern freilich wird das 2013er Jahr sicher nicht mehr erleben. Den Riesen können die Menschen vor Ort nur noch bis Herbst genießen. Langweilig wird es nie Ob von den emsigen Mitgliedern des 117 Mitstreiter starken Vereins ein neuer Maibaum für 2013 oder erst fürs Jahr darauf ausgesucht, geschält und geschmückt werden muss: „Langweilig wird es uns im Verein ohnehin nicht“, erzählt Bachhuber. Schließlich gelte es auch andere Ereignisse vorzubereiten. Wie etwa den traditionellen Kehraus am Faschingsdienstag im Pfarrsaal von St. Michael oder die ebenso traditionsreichen Feierlichkeiten am 1. Mai. Auch auf die feierliche Maiandacht mit anderen Berg am Laimer Vereinen am 11. Mai in St. Michael freuen sich Bachhuber und seine Wächter des Zunftstangerls auch in diesem Jahr. „Froh wären wir natürlich schon, wenn wir bald wieder einen neuen Maibaum bekämen“, so Bachhuber. Eine schmuck sanierte und verkehrlich entschlackte Ortsmitte in Berg am Laim würde dieser in der Tat wohl prächtig schmücken. Da könnte man sogar mal ein Jahr der Durststrecke ohne das Traditionsstangerl verschmerzen. Harald Hettich Maibaumfreunde willkommen Die Mitglieder des Berg am Laimer Maibaumvereins treffen sich jeden 1. Dienstag im Monat ab 19 Uhr an der Echardinger Str. 10. Neben organisatorischen Fragen steht das gemütliche Beisammensein im Vordergrund. „Neue Gesichter sind jederzeit willkommen“, betont der Vorsitzende. – HH –

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