Neue Parkgebühren im pep beschäftigen Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach

Wenigstens zwei Stunden frei parken

Die Parkgebühren im pep haben nun auch den Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach beschäftigt. Die Stadtteilpolitiker wollen wissen, was zu der „plötzlichen und einschneidenden Änderung“ geführt hat und appellieren ob nicht wenigstens zwei Stunden gebührenfrei geparkt werden kann.

„Man fragt sich, ob’s dem Pep zu gut geht, dass es die Kunden nicht durch kostenfreie Parkplätze anzulocken braucht“, meinte Gerhard Zech (FDP). Es könne dem Bezirksausschuss eigentlich grundsätzlich egal sein, ob das pep nun Umsatzeinbußen habe, so CSU-Sprecher Thomas Kauer, doch aus Bürgergesprächen und -beschwerden habe man die Aufregung über die neu eingeführten Parkgebühren mitbekommen. Bisherige Nutzer der Parkhäuser würden nun nach Parkmöglichkeiten im öffentlichen Straßenraum suchen, was gerade an den Wochenenden schon „zu kreativen Parkmanövern“ geführt habe, wie Kauer persönlich beobachtet hatte. Eine zusätzliche Verschlimmerung in der kalten Jahreszeit oder zur Weihnachtszeit sei absehbar. 


Man habe zwar grundsätzlich Verständnis dafür, dass das pep-Centermanagement seine Parkhäuser nicht durch U-Bahn-Pendler fremdgenutzt sehen möchte. Doch das hätte man auch mit einer kostenlosen Grundzeit und progressiv steigenden Gebühren erreichen können, findet Kauer. Deshalb möchte das Gremium nun wissen, welche Gründe zu der seit 1. Juni in Kraft getretenen Gebührenordnung in den Parkhäusern geführt haben. 

Natürlich könne man niemanden zwingen, – das pep sei ein privat-wirtschaftlich betriebenes Einkaufscenter –, doch wieder zwei Stunden gebührenfreies Parken wären schon schön. 


BA-Chefin Marina Achhammer (SPD) bezeichnete die neuen Parkgebühren als „unternehmerische Fehlleistung“. Die Auswirkungen seien nicht nur Kunden, die angekündigt hätten, das pep in Zukunft zu meiden, hinzu komme ein übervoller Parkplatz mit viel „Kreis“-Verkehr. Die Kundenfreundlichkeit sei schon mit der kostenpflichtigen Toilettenbenutzung in Frage gestellt worden, so Astrid Schweizer (SPD), die Parkgebühren seien nur eine Fortführung. 


Ablehnung hingegen handelte sich Kauer für seine Idee ein, im Parkhaus an der von-Knoeringen-Straße eine Etage als P+R-Etage zu nutzen. So könne der in den Parkhäusern nun leer stehende Parkraum bestmöglich und zum Wohle der Anlieger genutzt werden, so seine Argumente. 

Damit ziehe man nur mehr Verkehr ins Neuperlacher Zentrum, fanden Otto Schlichtmeier (DaCG) und Guido Bucholtz (Grüne). Dabei gebe es in Neuperlach-Süd eine P+R-Anlage, die noch vergrößert werden soll. Zudem konnte man sich die praktische Umsetzung der Idee im Gremium nicht vorstellen. Carmen Ick-Dietl 

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