Neubebauung an der Jäcklinstraße in Ramersdorf

Wohnen am „Schandfleck“

In Ramersdorf wird die Immobilie in der Jäcklinstraße 8 bereits als „Schandfleck“ des Gebietes bezeichnet: Nun aber liegt bei der Stadt eine Vorbescheidsanfrage für den Neubau einer Wohnanlage auf dem Grundstück vor. Im örtlichen Bezirksausschuss will man bereits im Vorhinein Konflikte mit der angrenzenden Gaststätte vermeiden.

Es geht um den ehemaligen Penny-Markt an der Jäcklinstraße. Seit Jahren ist er bereits geschlossen, das Gebäude dem Verfall preisgegeben. Jetzt soll das Areal neu bebaut werden. Mit einer Wohnanlage. An sich keine schlechte Idee, findet der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach und hofft auf baldige Realisierung der Pläne. Angst hat man jedoch, dass die geplante Wohnbebauung über kurz oder lang mit der angrenzenden, sehr beliebten Gaststätte in Konflikt gerät. 

Um dem bereits im Vorfeld vorzubeugen, regen die Stadtteilpolitiker beim Bauherrn an, die Wohn- und Schlafräume auf der von der Gaststätte abgewandten Seite zu realisieren. Darüber hinaus soll ein so groß und dicht wie nur irgend möglich gestalteter Grüngürtel als Abgrenzung von dem durch die Gaststätte genutzten Nachbargebäude vorgesehen werden. 

Da es sich beim Bauherrn um eine bekannte Firma mit Sitz in der direkten Nachbarschaft handelt, ist anzunehmen, dass die Anregungen auf offene Ohren stoßen.    Carmen Ick-Dietl

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