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Dank verbesserter Technik mehr Leben retten

München Klinik und Philips ziehen Bilanz nach einem Jahr Partnerschaft

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Das neue MRT „Ingenia Ambition X 1.5T“ erlaubt nicht nur eine deutlich schnellere Untersuchung, sondern ist auch um ein Vielfaches sparsamer im Verbrauch von Helium.

Seit einem Jahr besteht die Innovationspartnerschaft zwischen der München Klinik und Philips. Schon jetzt sehen beide Partner viele Vorteile durch ihre Zusammenarbeit, wie etwa das neue MRT im Klinikum Neuperlach.

Jüngst wurde das neue MRT des Modells „Ingenia Ambition X 1.5T“ zum ersten Mal in Klinikum Neuperlach aufgestellt. Es ermöglicht unter anderem eine verkürzte Untersuchungszeit. Für die Untersuchung einzelner Körperteile müssen Patienten nun häufig nur noch 15 Minuten in der Röhre liegen. Professor Dr. Andrea Rieber-Brambs, Chefärztin für Radiologie und Nuklearmedizin an der München Klinik Neuperlach, erklärt, dass das keine unerhebliche Verbesserung darstellt: „Die Untersuchung ist für die meisten Patienten mit Unruhe oder Angst verbunden. Daher muss überlegt werden, wie diese Angst genommen werden kann.“ Demnach trägt nicht nur die kürzere Untersuchungszeit dazu bei, dass die Patienten diese als angenehmer erleben. „Auch das Design kann freundlicher gestaltet werden“, erklärt Rieber-Brambs. Auch die Liegematte des neuen MRT‘s sei deutlich weicher und dadurch gemütlicher, strahlt die Chefärztin. Außerdem ist die Röhre, in die Patienten geschoben werden, weiter und erzeuge deshalb seltener Platzängste. „Man merkt, dass sich jemand bei der Planung des Gerätes Gedanken gemacht und Erfahrungen aus dem Alltag in Kliniken integriert hat“, betont Rieber-Brambs. Außerdem konnte der Heliumbedarf von etwa 1500 Liter auf sieben Liter reduziert werden: Eine Weltpremiere. Das Gerät ist eines von vielen Ergebnissen, die sich durch die Innovationspartnerschaft zwischen Philips und der München Klinik ergeben haben. Auf acht Jahre ist die Partnerschaft angelegt.

Bildgebung ist wichtiges diagnostisches Mittel 

Die Bildgebung ist in der Klinik nicht nur für die Radiologie relevant. Heute stellt sie die Basis fast aller Diagnostik in Krankenhäusern dar. Auch die Patienten von Professor Stefan Sack, Chefarzt der Kardiologie der München Klinik Schwabing und Neuperlach, profitieren von den verbesserten Geräten. So seien minimalinvasive Eingriffe nur mit einer entsprechenden technischen Unterstützung überhaupt möglich, erklärt Sack. So könnten große Operationen, die höhere Risiken für Herzpatienten mit sich bringen, vermieden werden. Beispielsweise müssen die Gefäße bei Verkalkungen genau ausgemessen werden, um den Plaque entfernen zu können und Patienten vor Herzinfarkten und Schlaganfällen zu bewahren. Die genaue Ausmessung und Auswahl der passenden Gefäßstützen, der sogennanten Stents, ist mithilfe besonders großer und hochauflösender Bildschirme möglich.

Das MRT „Ingenia Ambition X 1.5T“ liefert deutlich schärfere Bilder, die beispielsweise in der Diagnostik von Tumoren im Enddarm eine Rolle spielen. Die Abschätzung, ob ein Patient zunächst bestrahlt werden muss oder sofort operiert werden kann, ist nur dann verlässlich, wenn jeder Millimeter des betroffenen Körperteils auf den Tumor untersucht werden kann. Ärzte können nun auf den Bildern besser erkennen, wo sich Tumorzellen befinden.

Doch nicht nur die Patienten profitieren von den Geräten, auch für die Mitarbeiter ist die Nutzung aktueller Technologien wichtig. Denn diese müssen im Umgang mit den Gerätschaften geschult werden. Die Bedienung falle leichter, wenn alle Geräte vom selben Hersteller seien und sich die Mitarbeiter nicht für jedes Gerät ein anderen Grundverständnis aneignen müssten, argumentiert Peter Vullinghs, CEO von Philips. „Fachlich sind die Geräte sehr anspruchsvoll, daher ist die Schulung sehr wichtig“, bestätigt Professor Rieber-Brambs. Die Schulungen der Mitarbeiter sind dabei Teil des Innovationskonzepts. Letztlich sei auch die leichtere Bedienung für die Mitarbeiter eine große Motivationssteigerung, erklärt die Chefärztin für Radiologie und Nuklearmedizin. Gerade in Zeiten von Personalmangel im Gesundheitssektor ist die Zufriedenheit der Mitarbeiter ein wichtiger Faktor, um Krankenhäuser ordnungesmäß und wirtschaftlich zu betreiben. 

Positive Bilanz

Den bisherigen positiven Verlauf der Innovationspartnerschaft sehen die Beteiligten als Bestätigung. „Innovationspartnerschaften sind wichtig für die zukünftige Gesundheitsversorgung“, bilanziert Philips-CEO Peter Vullinghs. Mit ihnen würde eine „value based health care“, also eine Gesundheitsversorgung, die sich auf bestimmte Werte bezieht, realisiert werden können. Die Patientenzufriedenheit werde etwa durch die verkürzte Untersuchungszeit verbessert, ebenso wie die Zufriedenheit der Mitarbeiter, die sich mehr Zeit für einzelne Patienten nehmen könnten und weniger Überstunden arbeiten müssten, so Vullinghs. Die höhere Auflösung der Geräte ermögliche eine genauere Diagnose und Behandlung und letztlich führe die geringere Stundenbelastung der Mitarbeiter auch zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit der Institutionen. 

Derzeit gibt es im Klinikum Neuperlach außerdem Neubauten, für die etwa 23 Millionen Euro investiert werden. Das neue Zentrallabor für die Klinische Chemie und Mikrobiologie soll bis 2020 fertiggestellt werden. 

pg

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