Mehr Geld für kirchliche Schulen gefordert

Einen deutlich höheren Finanzbeitrag des Staates für kirchliche Schulen in Bayern hat das Landeskomitee der Katholiken in Bayern gefordert. In einem am 8. Januar veröffentlichten Appell an die Verantwortlichen im Bayerischen Landtag und in der Bayerischen Staatsregierung stellt das Präsidium des Landeskomitees fest, dass die Schulen, darunter auch die Maria-Ward-Mädchenreal-schule in Berg am Laim, in Trägerschaft von Kirchen, Ordensgemeinschaften und Schulstiftungen durch staatliche Zuschüsse besser ausgestattet werden müssten. Nur so könnten sie auch in Zukunft ihrem spezifischen Auftrag in der Vermittlung von christlichen Werten gerecht werden.

In der Besoldung der Lehrkräfte wie auch bei Baumaßnahmen und Ausstattung einer Schule gebe es für kirchliche Träger Nachteile. Es werde zusehends schwieriger, geeignete Lehrkräfte zu finden, denn an kirchlichen Schulen müssten die Lehrkräfte in der Regel als Angestellte auf die Vorteile einer Verbeamtung verzichten. Beamte erhielten bei gleicher Einstufung und Arbeit aufgrund der steuerlichen Umstände ein höheres Nettoeinkommen und eine bessere Altersversorgung als angestellte Lehrer. Bei Baumaßnahmen, Modernisierung oder Verbesserung der Ausstattung müssten kirchliche Träger in Vorleistung für die gesetzlich zustehenden Staatszuschüsse treten. Dies sei von vielen nicht leistbar. Kein Zusatz-Angebot zu staatlichen Schulen Kirchliche Schulen seien kein zusätzliches Angebot neben staatlichen Schulen, sondern gehörten zum Bestandteil der regulären Schulversorgung, heißt es in der Erklärung. Dies zeige sich besonders im Bereich der Förderschulen, die sich in Bayern fast zu einem Drittel in christlicher Trägerschaft befänden und damit regional oft die Grundversorgung sicherten. Realschulen würden zu 23 Prozent und Gymnasien zu 10 Prozent von Kirchen und Orden getragen. Vermittlung christlicher Werte Eltern schickten ihr Kind bewusst auf eine kirchliche Schule, weil sie eine christliche Grundorientierung vermittelten, so das Landeskomitee. In der Schule bestehe eine gute Möglichkeit, junge Menschen zu ermutigen, christliche Grundsätze und Traditionen in einer gewandelten Zeit zu leben. Eltern seien bereit, für dieses Angebot Schulgeld zu bezahlen. Neben diesem Beitrag der Eltern und dem finanziellen Engagement der kirchlichen Träger müsse der Staat diese Schulen besser stellen, damit sie ihre Qualität erhalten könnten. Maria-Ward-Mädchenrealschule Berg am Laim Im Jahre 1841 wurde die Maria-Ward-Mädchenrealschule von den Englischen Fräulein mit der Zielsetzung gegründet, vor allem Mädchen der mittleren und unteren Schichten eine grundlegende Bildung zu vermitteln. Nach Übernahme der Trägerschaft durch die Erzdiözese München und Freising 1983 wurden Schul- und Klostergebäude saniert und zusätzliche Fachräume eingerichtet, so dass ein modernes, gut ausgestattetes Schulhaus entstanden ist. Neben dem Pflichtunterricht gibt es eine Vielzahl von Wahlfächern: z.B. Chor, Instrumentalunterricht, Schulspiel, Volleyball, Tanz, Judo. Berufsfindungstag Am Mittwoch, 28. Januar, findet von 9 bis 14 Uhr in der Maria-Ward-Mädchenrealschule an der Josephsburgstraße 22 ein Berufsfindungstag statt.

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